Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Didaktik fü r das Fach Deutsch - Pä dagogik, Sprachwissenschaft, Note: 2, 0, Universitä t Mü nster (Insitut fü r Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik), Veranstaltung: Hauptseminar: Textproduktion und Aufsatzdidaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die folgende Aufsatzanalyse beruht auf Aufsä tzen einer 4. Grundschulklasse. Die Aufgabe der Schü ler war das Verfassen einer Reizwortgeschichte. Diese Aufgabe wurde von der Lehrerin als zweitä gige Hausaufgabe gestellt. Den Schü lern wurden drei verschiedene Wortgruppen vorgegeben, aus denen sie jeweils ein Wort nach eigener Prä ferenz heraussuchen und damit eine Geschichte bilden sollten. Zur Untersuchung liegen 21 Aufsä tze (A bis U) vor, die im Anhang vorzufinden sind. Sie sind in Sinneinheiten unterteilt und nummeriert.
Wie beginnen die Schü ler ihre Texte? Welche "Typen" gibt es?
Die Aufsatzanfä nge der Schü ler lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen. Zum einen beginnen die Schü ler ihre Aufsä tze mit Zeitangaben (adverbiale Bestimmung der Zeit) und zum anderen beginnen sie unmittelbar mit dem Subjekt des Satzes (Personenangaben: "Ich war. . .", J; "Sabrina und Juliane", R). Dabei sind die Zeitangaben von konkret ("Gestern Abend", F; "Letzte Woche Montag", P) bis abstrakt ("Eines Abends", N; "Einmal", A). Ü ber die Hä lfte der Schü ler (ca. 72 %) hat sich fü r den Anfang mit der adverbialen Bestimmung der Zeit entschieden. Der Grund dafü r mag darin liegen, daß sich bei diesen Schü lern schon das Textmusterwissen manifestiert hat. Sie haben gelernt, daß man beim Erzä hlen einer Geschichte oft mit "Einmal" (A) oder "Es war ein schö ner Morgen[,]als. . ." (D) anfä ngt. Dieses Muster kennen sie bestimmt auch von Mä rchen ("Es war einmal. . ."). Das Textmusterwissen sagt ihnen, daß sie gewissen "Regeln" folgen sollen, hier z. B. daß man mit einem gewissen Einleitungssatz anfä ngt, der auf die Fragen WER, WANN und WO antwortet. Als weiteres sollen sie (entsprechend dem Textmusterwissen einer Erzä hlung) die Geschichte auch in einen Hauptteil (Hö hepunkt) und Schluß einteilen.