Bestattungen sind komplexe Rituale, in denen neben biografischen Erzählungen auch andere Texte eine zentrale Rolle spielen. Aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und mit verschiedenen methodischen Zugängen liegt der gemeinsame Fokus des Bandes auf dem Gebrauch von biblischen, literarischen und anderen Texten in Beerdigungsreden und auf deren Verhältnis zu Lebensdeutungen bei Bestattungen. Welche Rolle spielen Textreferenzen angesichts (religiöser) Pluralisierung und Säkularisierung in kirchlichen und freien Trauerfeiern? Welche Konstruktionsleistungen für die Totenmemoria werden erbracht? Wie werden Tod, Leben und Bestattung gedeutet? Die Beiträge legen auch dar, worin die jeweiligen Leistungen der verschiedenen Zugänge der beteiligten Disziplinen liegen.