Thekla Wilkening:
Thekla Wilkening schreibt, um Mauern einzureißen, in der Politik, in der Sprache, in unseren Köpfen. Sie macht das Politische persönlich und das Persönliche politisch. Ihre Literatur zeigt, dass es möglich ist, einen eigenen Zugang zum Wirken zu schaffen. So findet ihre Tochter Toni, die das Down-Syndrom hat, Einzug in der Figur der Ruby: nicht autobiografisch, aber nah.
Wilkening sucht nach der Mitte zwischen Selbstbefreiung und Solidarität - ein Pendel, das uns Orientierung geben kann, wenn wir uns trauen. Wir scheinen vergessen zu haben, wie radikal politisch unser persönliches Leben ist. Ihre vielstimmigen Figuren halten dagegen und fordern uns heraus, eine eigene Stimme zu finden.
Als Expertin für nachhaltige Mode und Kreislaufwirtschaft sowie FINTA*politische Sprecherin gestaltet Wilkening kulturelle, ökologische und feministische Perspektiven. Für sie sind FINTA*-Politik, Inklusion und gesellschaftlicher Zusammenhalt keine Randthemen, sondern der Kern einer Zukunft, die nur funktioniert, wenn wir sie gemeinsam anders denken: Radikal inklusiv.