Düster, klug und eindrucksvoll erzählt ¿ der langsame Niedergang einer Familie, der trotz kleiner Längen sehr fesselt.
Die Buddenbrooks ist kein optimistischer Roman. Im Mittelpunkt stehen Johann Buddenbrook und später seine Kinder Thomas und Tony; am Ende bleibt nur noch Hanno. Man erlebt, wie die Familie nicht nur an gesellschaftlichem Ansehen verliert, sondern allmählich zerfällt.Schon zu Beginn wird deutlich, dass alles auf einen Niedergang hinausläuft. Während sich gesellschaftliche Verhältnisse und Machtstrukturen verändern, versuchen Thomas und Tony, den Namen und die Würde der Familie zu bewahren - doch die neuen Zeiten sind unerbittlich. Viele Nebenfiguren verstärken dieses Bild einer Welt, die zunehmend überholt wirkt.Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn einige Passagen - besonders um Hanno - etwas schwerfällig waren.