Strom ist gefährlich, auf dem Land macht jeder sein Ding, stille Wasser sind tief und Ploatz lecker. Kurzweilige Unterhaltung. 3,5*
Inhalt siehe Klappentext.Ich kannte den Autor Tim Frühling bisher als hr/hr1-Moderator, nicht als Schriftsteller. Weil er nächste Woche in unserem Stadtteil aus genau diesem Buch liest, habe ich mir "Ploatzlich tot" besorgt und die 224 Seiten mit den Schafen unter der Sonne der Rhön, die das Titelbild zieren, schnell gelesen. Liest sich flüssig, wobei ich sagen muss, wenn ein eBook bei 88% beendet ist, bin ich schon etwas enttäuscht. Es ist eine Leseprobe im Anhang und Ploatz-Rezepte, aber ich hätte gerne noch etwas mehr gelesen, denn es ging für mich das ganze Buch über recht stockend vorwärts in der Ermittlung und zum Ende hin ruckzuck, da hatte ich auf mehr gehofft. Die Kommissare Rohde und Schilling waren mir gleich sympathisch, es ist mein erstes Buch aus dieser Reihe, sie sind manchmal ein wenig tollpatschig oder stehen etwas auf dem Schlauch, aber sie haben ihre eigene liebenswerte Art. Dass man beim Thema Solarpark sogar über Leichen geht, bleibt hoffentlich ein Einzelfall im Roman und nicht in der Realität, den Bogen zur Vergangenheit und was das wertvolle Geheimnis des wertlosen Ackers ist, hat der Autor für mich gut eingearbeitet. Nach dem Zitat in Mundart zu Beginn des Buches hatte ich mir noch mehr davor erhofft, Hahner kommt doch eher plump rüber. Die Meinungen über die vielen Verdächtigen gehen weit auseinander, manche mochte ich tatsächlich, manche fand ich suspekt. Ich möchte den Job des Ermittlerduos nicht erledigen, ich lese lieber das Endergebnis. Kurzweilige Unterhaltung, die über die Kreisgrenzen hinausgeht, für die ich 3,5 Sterne vergebe. Auf die Lesung des Autors bin ich gespannt, wie er seine Figuren lebendig werden lässt.