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Kalte Havel

Kriminalroman. GEKL.
Taschenbuch
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Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen, sein bester Freund verschwindet spurlos. Es ist der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, die viele Feinde hat. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschlossen erm … weiterlesen
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Kalte Havel als Taschenbuch

Produktdetails

Titel: Kalte Havel
Autor/en: Tim Pieper

ISBN: 3740800011
EAN: 9783740800017
Kriminalroman.
GEKL.
Emons Verlag

19. Oktober 2016 - kartoniert - 253 Seiten

Beschreibung

Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen, sein bester Freund verschwindet spurlos. Es ist der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, die viele Feinde hat. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Entschlossen ermittelt er in den Beelitzer Heilstätten und an anderen gespensterischen Orten, die dem Verfall preisgegeben sind. Doch die Ruinen sind bewohnt und werden mit allen Mittel verteidigt...

Portrait

Tim Pieper, geboren 1970 in Stade, studierte nach einer Weltreise Neuere und Ältere deutsche Literatur und Recht. Mit seiner Familie lebt er nur wenige Kilometer vor den Toren Potsdams. Er nutzt jede Gelegenheit, um die Geschichte und die reizvolle Landschaft der Region mit dem Fahrrad zu erkunden. www.timpieper.net

Leseprobe

Ein Nachtvogel rief mehrmals, Wolken zogen über ihn hinweg, und der Schilfgürtel raschelte. Er lag mit dem Gesicht im Flusssand und schaute auf die kleinen Wellen, die ans Ufer schwappten. Jedes Mal, wenn sich das Wasser zurückzog, wurde der Sog stärker. Und da begriff er, dass er bereits eintauchte – in die unendliche Dunkelheit .

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Rundum gelungenes Krimivergnügen
von Igelmanu - 24.11.2016
»Es ist sehr ernst. Sein bester Freund Hendrik hat ihn gestern Abend abgeholt. Anscheinend sind sie zur Sacrower Heilandskirche gefahren. Dort wurde Hendrik heute Morgen aufgefunden. Erschossen! Und Alexander ist verschwunden und meldet sich nicht. Sein Handy ist ausgestellt. Ich mache mir solche Sorgen.« Eigentlich ist Hauptkommissar Toni Sanftleben von der Kriminalpolizei Potsdam seit rund 1,5 Jahren aus privaten Gründen beurlaubt, aber als Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, seinen Dienst wieder aufzunehmen, um den Mord und das damit verbundene Verschwinden ihres 16jährigen Sohnes zu untersuchen, zögert er nicht lange. Doch der Fall wird Toni alles abfordern und zu einem Wettlauf gegen die Zeit werden¿ Endlich wieder ein neuer Fall für Toni Sanftleben! Ich hatte mich sehr darauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. Erneut kombiniert Tim Pieper einen spannenden Kriminalfall mit einer interessanten Rahmenhandlung rund um Tonis Privatleben und platziert all dies in eine Gegend, die nicht nur landschaftlich, sondern auch aus historischer Sicht reizvoll erscheint. Dabei werden die Örtlichkeiten so deutlich beschrieben, dass ich sie regelrecht vor mir sah und ohne Schwierigkeiten in die Atmosphäre eintauchen konnte. Speziell das Szenario rund um die Beelitzer Heilstätten war schon für die ein oder andere Gänsehaut gut. Die Krimihandlung blieb durchgehend spannend und lud zum Mitermitteln ein. Eingestreute Rückblicke unterstützten dies, ließen mich glauben, dass ich auf dem Weg zur Lösung einen weiteren Schritt zurückgelegt hätte - um mich schließlich doch mit der Auflösung zu überraschen. An Verdächtigen mangelt es nicht und sowohl der Leser als auch Toni geraten bei den Ermittlungen schon mal auf die falsche Fährte. Letztlich sind sowohl die Ermittlungsarbeiten als auch die Auflösung logisch und schlüssig - für mich stets ein wichtiger Punkt, gerade bei einem Krimi. Toni ist ein Mann mit Schwächen und ein Mann mit einer besonderen Geschichte. Wer den Vorgängerband nicht gelesen hat, muss aber keine Verständnisprobleme fürchten, die wichtigsten Infos werden genannt. Ganz eindeutig ist Toni ein Sympathieträger, mit dem man gerne mitfiebert. Auch unter den übrigen Charakteren sind einige sehr interessante dabei, sowohl solche, die man mag als auch solche, denen man beinahe alles zutrauen würde. Fazit: Rundum gelungenes Krimivergnügen, spannend und vor toller Kulisse.
von dorli - 21.11.2016
Potsdam. Hauptkommissar Toni Sanftleben befindet sich eigentlich im unbezahlten Urlaub, doch als die befreundete Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, in den Dienst zurückzukehren, um ihren vermissten 16-jährigen Sohn Alexander zu finden sowie den Mord an dessen Freund Hendrik aufzuklären, zögert Toni nicht und übernimmt den Fall¿ Tim Pieper hat mich mit "Kalte Havel" von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Der Krimi wird flüssig und spannend erzählt und der gesamte Handlungsverlauf ist sehr gut durchdacht und ausgefeilt. Der Autor erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man das Geschehen nicht nur durch Sanftlebens Augen verfolgen kann, sondern auch Einblick in die Gedanken und Beweggründe des Täters bekommt. Zudem gibt es mehrere Rückblenden in die zurückliegenden Monate, in denen man das spätere Mordopfer und dessen Denkweise kennenlernt. Sehr interessant sind auch die Handlungsorte, an denen Tim Pieper seinen Krimi spielen lässt. Ein Teil des Geschehens findet an Lost Places in Brandenburg statt. Schauplätze wie zum Beispiel die Beelitzer Heilstätten oder auch das ehemalige Olympische Dorf im Elstal verleihen der Handlung eine schaurige, geheimnisvolle Atmosphäre. Der Kriminalfall ist kompliziert und lässt den gewissenhaften, gründlich arbeitenden Ermittler Sanftleben fast verzweifeln, denn obwohl es schnell mehrere Verdächtige gibt, auf die alle Kriterien für eine Täterschaft zutreffen, bleibt die Suche nach dem wahren Täter lange Zeit erfolglos. Auch privat läuft es für den trockenen Alkoholiker nicht so, wie er es sich erträumt hat. Seine Frau Sofie ist zwar wieder bei ihm, aber sie braucht Zeit und Raum, um sich nach vielen Jahren im Koma selbst zu finden. "Kalte Havel" hat mich durchweg begeistert. Die spannende, abwechslungsreiche Handlung hat mich nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern hat mir auch viel Platz zum Mitgrübeln und Miträtseln über Täter, Motive, Zusammenhänge und Hintergründe gegeben.
Düstere Atmosphäre und falsche Fährten, richtig spannend
von janaka - 19.11.2016
*Inhalt* Die Potsdamer Staatsanwältin Caren Winter bittet Kommissar Toni Sanftleben seinen unbezahlten Urlaub zu unterbrechen, um ihren Sohn Alexander zu suchen. Dieser wurde zuletzt mit seinem Freund Hendrik an der Havel gesehen, dabei wurde Henrik erschossen und Alexander ist seitdem verschwunden. Toni zögert kurz, da er mit der Betreuung seiner Frau Sophie, die 16 Jahre lang verschollen war, beschäftigt ist. Sophie drängt ihn, eine Ausnahme zu machen und den Fall zu lösen. Ist Alexander entführt worden und wenn ja von wem? Steckt die Automafia dahinter? Oder jemand ganz anderer? Oder ist Alexander nur aus Angst geflohen, weil er den Mörder von Hendrik gesehen hat. Toni und sein altes Team geben Gas, denn es ist ein Wettlauf gegen die Zeit¿ *Cover* Wieder ein Cover, was mir sehr gut gefällt. Die nebelverhangene Havel vermittelt eine mystische und geheimnisvolle Atmosphäre. *Meine Meinung* Kalte Havel von Tim Pieper ist bereits der zweite Band mit dem Potsdamer Kommissaren Toni Sanftleben. Man kann diesen Band auch allein lesen, der Autor hat genügend Rückblenden eingearbeitet, so dass ich als Leser schnell in die Geschichte gefunden habe. Die Spannung ist von Anfang an präsent und mit seinen wunderbar klaren Worten schafft der Autor eine düstere Atmosphäre. Die Beschreibungen der sogenannten Lost Places wie z.B. die Beelitzer Heilstätten sind sehr detailliert und anschaulich, ich hatte sie gleich vor Augen. Bilder auf der Homepage des Autors verstärken zusätzlich meine Vorstellungen. Die Rückblenden zu den beiden Jungs erhöhen die Spannung enorm und geben einen weiteren Einblick in das Leben von Hendrik und Alexander. Von den Charakteren hat mich Toni am meisten beeindruckt und auch berührt. Er hat seine Frau nach 16 Jahren wiedergefunden und kümmert sich rührend um sie. Bei der Arbeit dagegen ist er knallhart und ermittelt teilweise mit unkonventionellen Mitteln. Toni ist sehr zielstrebig und lässt sich auch nicht von seinem Vorgesetzten von seinen Ermittlungen abbringen. Außerdem gefällt es mir, dass der Täter schon so früh zu Worte kommt. Und auch wenn er viel von sich erzählt, habe ich als Leser bis kurz vorm Schluss absolut keine Ahnung, wer es sein könnte. *Fazit* Diesen wunderbar spannenden Krimi mit all seinen falschen Fährten und den bildhaften Landschaftsbeschreibungen kann ich nur jeden Krimi-Fan ans Herz legen. Diesen unkonventionellen Kommissaren Toni Saftleben muss man einfach kennenlernen. Von mir bekommt dieser Krimi eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Der erste Band Dunkle Havel steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste.
Einfach klasse
von Mercado - 14.11.2016
Der Prolog startet schon spannend. Zwei junge Männer haben etwas vor, und Hendrik der ältere der beiden hat sich sogar ordentlich für sein Vorhaben bewaffnet. Alexander sein Freund begleitet ihn, ohne zu wissen, was sein Freund wirklich vorhat. Schnell wird klar, Alexander ist der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter. Am nächsten Tag wird Hendrik erschossen aufgefunden und Alexander ist verschwunden. Caren Winter wendet sich verzweifelt an Toni Sanftleben und bittet ihn, diesen Fall zu übernehmen und ihren Sohn zu finden. Eigentlich ist Toni noch beurlaubt, um sich um seine Frau Sofie zu kümmern, die nach 16 Jahren Verschwinden wiedergefunden wurde. Aber für Toni ist klar, Caren sofort zu helfen und kehrt früher als geplant in seinen alten Job zurück. Auch wegen bestehender Geldprobleme kommt ihm der frühere Beginn ganz recht. Das alte Team ist da und vor allem Phong freut sich auf die Wiederkehr von Toni. Auch sein alter Chef, Kriminalrat Schmitz ist noch da, der sich gleich zu Beginn eine unsympathisch erscheinende Geste leistet, indem er Toni einen Geschenkkorb auf seinen Schreibtisch stellt, mit italienischen Spezialitäten sowie einer Flasche Barolo und einer Flasche Grappa, obwohl Schmitz von den Alkoholproblemen Toni¿s wusste. Man neigt dazu, zu glauben, Schmitz habe dies mit voller Absicht getan um entweder Toni zu ärgern oder ihn sogar wieder zum Trinken zu animieren. Toni wirft sich sofort in die Ermittlungen, um so schnell wie möglich Caren¿s Sohn Alexander zu finden. Es wird spannend bei alldem, was er nach und nach herausfindet und fiebert mit Toni mit, endlich Klarheit in den Fall zu bringen. In "Dunkle Havel" ist es mir sehr nahegegangen, wie Toni Sanftleben nach seiner jahrelang verschwundenen Frau Sofie gesucht und wie er gelitten hat, vor allem wie sehr er sie liebt. Deshalb war auch dieses Thema für mich sehr interessant, wie es weitergeht mit den beiden, nachdem Sofie wieder bei ihm und seinem Sohn ist. Tim Pieper hat einen wunderbaren, leichten und klaren Schreibstil, bei dem man nur so über die Seiten fliegen kann. Bildhaft beschreibt er die einzelnen Schauplätze Potsdams, so dass man eine klare Vorstellung von allem hat, wenn man es nicht persönlich kennt oder bereits dort war. Besonders die Beelitzer Heilstätten hatten es mir angetan, mit einer interessanten Vergangenheit, über die ich mir im Internet sogleich Informationen gesammelt habe. Die Charaktere sind realistisch und überwiegend sympathisch dargestellt. Besonders Toni, Caren Winter und Phong haben mir super gefallen. Die Spannung war von Anfang an hochgehalten, steigerte sich am Ende zu einem absoluten Showdown, indem alle Fragen schlüssig beantwortet wurden. Durch viele falsche Fährten wurde ich immer wieder irrgeleitet und wusste bis zum Ende tatsächlich nicht, wer der wahre Täter war. Nur im Privatleben von Toni blieb einiges offen, was mich noch neugieriger auf den nächsten Band werden lässt. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall mit Toni Sanftleben und seinem Team. Fazit: Absolut spannender Krimi, mit vielen falschen Fährten und bildhaft beschriebenen Schauplätzen Potsdams ist dieser Regionalkrimi ein wahres Lesevergnügen und sehr zu empfehlen.
Wiederfinden und loslassen
von Elke Seifried - 03.11.2016
"Dunkle Havel" hat mich bereits begeistert und ich habe mich deshalb riesig auf den zweiten Fall für Toni Sanftleben gefreut. Einmal angefangen, konnte ich auch diesen Krimi aus Tim Piepers Feder nicht mehr aus der Hand legen. Es geht mit einem ergreifenden Prolog los. Was muss mit diesem Jungen los sein, was hat er schwer bewaffnet vor, welche Rolle spielt sein Kumpel Alexander? Wenig später ist klar, dass Alexander der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter und spurlos verschwunden ist, sein älterer Freund Hendrik hingegen wurde erschossen aufgefunden. Toni Sanftleben befindet sich eigentlich im unbezahlten Urlaub um sich ganz seiner Frau Sofie widmen zu können, die nach 16 Jahren mit Gedächtnislücken wieder aufgetaucht ist. Caren hat Toni sehr bei der Suche nach Sofie unterstützt und deshalb ist klar, dass er sich dem Fall annimmt, schließlich bedarf es des besten Kriminalers. Komplexe Ermittlungen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnen, ein Täter muss gefasst werden und Alexander muss einfach überleben. Tim Pieper schafft es von der ersten Seite an den Leser zu fesseln. Es wird mit verschiedenen Handlungssträngen gespielt, die die Spannung regelrecht anfachen. Das Hauptgewicht liegt ganz klar auf Tonis Ermittlungen, die sich mit so einigen Verdächtigen, diversen Motiven und vielen Fragezeichen abmühen müssen. Kaum gedacht, ja der muss es gewesen sein, tut sich eine neue Spur auf, die alles wieder komplett über Bord wirft. Dem Autor gelang es bis zum Ende hin mich immer wieder zu überraschen. Gebannt habe ich die kurzen Zwischenberichte aus Sicht des Täters verschlungen und auch die Rückblenden in Hendriks Leben habe ich gefesselt und teilweise wirklich schockiert gelesen. Einen zusätzlichen Spannungskick verleiht die Tatsache, dass Toni ein trockener Alkoholiker ist und das Wiederzusammenfinden mit Sofie nach 16 Jahren alles andere als einfach ist. Wird er dem Alkohol widerstehen und einen klaren Kopf für die Ermittlungen behalten können? Der Schreibstil des Autors liest sich einfach herrlich locker, leicht. Man fliegt fast durch die Seiten. Die relativ kurzen Kapitel, das gelungene Spiel mit verschiedenen Perspektiven, Tim Pieper weiß einfach, wie er seine Leser ans Buch kettet. Er schafft es hervorragend Emotionen zu erzeugen. Von Mitleid über Wut, Bestürzung und Unverständnis bis hin zu Freude ist hier alles mit dabei. Richtig begeistert bin ich von seinen tollen Beschreibungen, die mir stets zu einem perfekten Bild in meinem Kopfkino verholfen haben. Mit Grund dafür sind sicher auch seine zahlreichen treffenden Vergleiche. "Mit seinen perlweißen Kauleisten sah er aus wie ein gealtertes Fotomodell für Zahnpasta.", und jeder weiß ganz genau, wovon er spricht. Ich habe im ersten Teil so mit Toni Sanftleben gelitten. Selten ist mir ein Mann begegnet, der eine Frau so abgrundtief liebt wie er seine vermisste Sofie. Endlich hat er sie gefunden, aber leicht wird es nicht, das war klar. Hier möchte ich aber gar nicht viel verraten, selber lesen ist angesagt. Er ist nicht nur privat ein toller Mann, der übrigens sportlich fit, das meiste radelt, er ist auch ein super Ermittler. Lassen sich andere gern zu vorschnellen Überlegungen hinreißen, behält er stets offen den Überblick und gemeinsam mit seinen ausgeklügelten Verhörtaktiken ist er einfach der beste Mann. Sehr habe ich mich auch über ein Wiedersehen mit Phong, dem ständig futternden Sumoringer gefreut, der nach Tonis Rückkehr schnell wieder der alte wird. Kriminalrat Schmitz hat wie im ersten Fall auch schon, keine Sympathiepunkte einstreichen können, einen vielleicht, indem er Toni als Teamleiter eingesetzt hat. Auch der vom Leben enttäuschte Hendrik, dessen Freund Alexander mit seiner Mutter Caren, oder Tonis Sohn Aroon, der flügge wird, und alle anderen Darsteller sind toll charakterisiert und gezeichnet. Alles in allem ein überzeugender zweiter Fall für den Potsdamer Ermittler Toni Sanftleben, bei dem ich schon jetzt hoffe, dass er weiter im Dienst bleibt und noch viele Fälle lösen wird.
Wo ist Alexander?
von Lerchie - 02.11.2016
Im Prolog lesen wir, wie Hendrik Spohr mit seinem Freund Alexander etwas vorhat, was bestimmt nicht legal ist¿. Zwölf Stunden später. Toni Sanftleben kümmert sich liebevoll um seine Frau. Er hofft, dass sie sich endlich wieder näher kommen¿. Auf dem Hausboot wird Toni von der Staatsanwältin Caren Winter angerufen. Sie bittet ihn, in den Dienst zurück zu kehren, denn ihr Sohn Alexander ist spurlos verschwunden¿. Und an der Sacrower Heilandskirche hat man einen Toten gefunden - und Spuren auch von Alexander¿. Im Kommissariat freuen sich einige über Tonis Rückkehr, aber nicht jeder ist begeistert¿. Zwischendurch lesen wir immer mal wieder, wie es zu dem Brandanschlag in den Beelitzer Heilstätten kam¿ Doch dann erhält Caren Winter einen Erpresserbrief¿. Was hat Hendrik vor? Und ist Alexander damit einverstanden? Wird sich Tonis Hoffnung erfüllen? Toni ist ja beurlaubt, und doch ermittelt er für die Staatsanwältin? Wer ist der Tote an der Sacrower Heilandskirche? Wo ist Alexander? Ist er geflohen? Oder etwa entführt worden? Wer freut sich nicht über Tonis Rückkehr in die Dienststelle? Wie kommt das zum Ausdruck? Wie kam es zu dem Brandanschlag? War Alexander da auch schon dabei? Was will der Erpresser von Caren Winter? Wie kam er zu der Information, dass Caren Geld hat? Alle diese Fragen - und noch viel mehr - beantwortet dieses Buch. Meine Meinung Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil des Autors ist, so wie von mir gewünscht, unkompliziert, denn es gab keine Fragen nach dem Sinn eines Wortes oder gar Satzes. In der Geschichte war ich schnell wieder drinnen, auch wenn die Lektüre des ersten Bandes schon eine ganze Weile her ist. Ich konnte mich gut in Toni hineinversetzen. Schmitz mag ich nicht so sonderlich, denn ich fragte mich, ob er wohl wirklich nicht daran gedacht hatte, dass Toni keinen Alkohol trinken, darf, oder ob er das mit dem Grappa mit Absicht gemacht hatte. Das war fies. Spannend war das Buch von Anfang bis zum Ende und es hat mich so sehr gefesselt, dass ich es in einem Rutsch gelesen habe. Es hat mich sehr gut unterhalten und mir sehr gut gefallen. Von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl.
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