Die stetige Spannung und aufgeladene Atmosphäre lässt einen so schnell nicht mehr los.
Mit "Leb wohl, Schwester" ist inzwischen bereits der 14. Band der Reihe um Maresciallo Donato Neri erschienen - und für mich ist Sabine Thiesler damit wieder ein wahres Meisterwerk gelungen.Es ist Neris schwerster Fall. Eigentlich freut er sich schon auf seinen wohlverdienten Ruhestand. Seine Nachfolgerin steht mit Romina Roselli bereits bereit und Neri soll sie nur noch einarbeiten. Doch dann werden plötzlich Liebespaare ermordet und der Täter hinterlässt keinerlei Spuren.Einen ähnlichen Fall gab es bereits in Florenz. Bei den Ermittlungen könnten die Ansichten von Neri und Romina allerdings kaum unterschiedlicher sein. Romina weiß es besser, geht immer wieder über Neri hinweg und scheint dabei zu vergessen, dass noch immer er das Sagen hat.Als eine Spur die beiden zu einem abgelegenen Kloster führt, wird schnell klar: Hier stimmt ganz gewaltig etwas nicht. Aber um die Wahrheit aufzudecken, müssen Neri und Romina nun an einem Strang ziehen.Wer die Reihe kennt, weiß, dass Sabine Thiesler einen anschaulichen und bildhaften Schreibstil hat. Die Figuren sind wunderbar ausgearbeitet, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzen kann. Auch die Beschreibungen der Umgebung lassen die Schauplätze direkt vor dem inneren Auge entstehen.Dabei baut sich eine gehörige Spannung auf, die die Seiten regelrecht knistern lässt. Die Atmosphäre ist so dicht, dass sie einen nicht mehr loslässt.