¿Scham¿ ist ein kluges, berührendes und überraschend hoffnungsvolles Buch.
Matthias Kreienbrinks Buch "Scham" nähert sich einem Gefühl, das jeder kennt und doch kaum jemand auszusprechen wagt. Mit feinem Gespür, journalistischer Klarheit und beinahe erzählerischer Wärme entfaltet er die vielen Gesichter der Scham - von leisen Kindheitsmomenten bis zu den gnadenlosen Bühnen sozialer Medien. Dabei verbindet er persönliche Erfahrungen, bewegende Stimmen Betroffener und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem vielschichtigen Mosaik menschlicher Verletzlichkeit.Besonders eindrucksvoll ist, wie Scham nicht nur als individuelles Empfinden, sondern als gesellschaftliches Machtinstrument sichtbar wird. Kreienbrink zeigt, wie Beschämung Menschen klein machen kann - und zugleich, dass in der Scham auch etwas Bewahrendes liegt: ein Gefühl für Würde, Grenzen und Mitmenschlichkeit.Der Schreibstil bleibt dabei stets zugänglich, einfühlsam und gedanklich klar. Wie ein leiser Spiegel hält das Buch seinen Leserinnen und Lesern die eigene Verletzlichkeit vor Augen, ohne jemals zu verurteilen. "Scham" ist ein kluges, berührendes und überraschend hoffnungsvolles Buch, für das man sich definitiv "nicht schämen muss.""Scham sollte uns daran erinnern, wer wir sein wollen - nicht daran, was wir verstecken müssen."¿¿¿¿¿ | 5