¿The Songbird and the Heart of Stone von Carissa Broadbent¿Nach Rhain und Oraya musste ich nun unbedingt wissen, wie die Geschichte von Mische weitergeht, die so unendlich viel gelitten hat. Mische und Asar waren wirklich eine explosive Mischung, und das auf einer unglaublich gefährlichen und düsteren Reise. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll!¿Die Gestaltung des Covers gefällt mir wirklich gut! Es ist komplex, weckt die Aufmerksamkeit des Lesers und passt unglaublich gut zu Mische und Asar und ihrer Geschichte. Außerdem ist auch der Schreibstil der Autorin wieder absolut on fire! Manchmal hätte ich mir zwar auch Asars Perspektive gewünscht, aber es war dennoch unglaublich intensiv und greifbar.Mische mochte ich schon in Rhains und Orayas Geschichte unfassbar gerne! Sie ist so ein mutiger, herzensguter und aufgeweckter Charakter. Gleichzeitig merkt man, dass Mische schon unglaublich viel durchmachen musste und viel gelitten hat. Dennoch gibt sie nicht auf, kämpft und gibt einfach immer 100%. Auf Mische kann mich sich verlassen, bei ihr fühlt man sich wohl.Aber auch Asar konnte meine Sympathie gewinnen. Anfangs war ich wirklich skeptisch, vor allem aufgrund seiner Verwandschaft mit gewissen Leuten. Aber Asar ist ganz anders als die Familie, in die er hineingeboren wurde. Asar ist stark, mutig, aufmerksam und loyal. Er schützt die, die ihm wichtig sind, und gibt niemals auf. Asar mag nach außen hin hart wirken, ist innerlich aber genauso verletzlich wie jeder andere und hat ein Herz.Die Nebencharaktere mochte ich ehrlicherweise größtenteils nicht. Die einzige, die mein Herz gestohlen hat, ist Luce. Sie war zwar "nur" ein Wolf, aber dafür ein richtiger toller und mutiger! Auch Chandra war ganz nett, aber man hatte zu wenig Zeit, sie kennenzulernen. Elias und der Rest von Asars Familie waren wirklich grauenhafte, skrupellose Wesen und auch Ophelia und die Götter, die man kennenlernen durfte, waren nicht unbedingt besser. Atroxus fand ich am schlimmsten von allen. Ich fand es super schade, dass man Rhain und Oraya nicht gesehen hat.Ich war wirklich sehr gespannt darauf, in Misches Geschichte einzutauchen, nachdem ihr Charakter in Orayas und Rhains Geschichte so eine große Rolle gespielt hat. Tatsächlich hat es zunächst aber ein wenig gedauert, bis ich richtig in der Geschichte angekommen bin. Man wurde sehr in die Geschehnisse hineingeworfen und musste erst mal verstehen, was gerade Sache ist. Danach ging es aber in einem Rutsch. Ich fand das Setting in der Unterwelt und die damit einhergehende düstere Atmosphäre sehr interessant. Das hat schon eine gewisse Spannung mit sich gebracht, zumal auch die Thematik sehr cool war. Die Suche, auf die Mische und ASar sich begeben haben, war nicht ohne und hatte so einige Gefahren parat. Meistens habe ich mitgefiebert, auch wenn es hin und wieder etwas langatmig war. Eine interessante Rolle in alldem spielt aber auch die Beziehung von Asar und Mische, die eigentlich Feinde sein sollten. Seltsamerweise ist das von Anfang an eine greifbare Chemie zwischen ihnen, die das ganze super interessant macht. Es ist wirklich slow burn und zieht sich teils sehr zäh, aber Mische und Asar sind ein tolles Team! Die beiden matchen einfach und geben dem Leser viel Intensität und Spannung. Ich mochte die beiden wirklich sehr zusammen, auch wenn da jetzt noch nicht der ultrakrasse Funke übergesprungen ist, dafür hatten sie zu wenig Zeit miteinander. Aber ich spüre da etwas Großartiges und liebe die beiden jetzt schon! Ansonsten ist rundum einiges passiert. Die sonderbare Teamarbeit von Mische, Asar, Luce, Elias und Chandra war anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig und direkt zum Scheitern verurteilt. Die ganze Konstellation war teilweise sehr anstrengend, sodass ich froh war, als es ein Ende gefunden hat. Ebenso Misches Beziehung zu dem Gott Atroxus fand ich überhaupt nicht schön. Diese random Momente, in denen er aufgetaucht ist, waren sehr anstrengend. Aber sie haben dennoch einiges zum Plott beigetragen und Mische stets im Nacken gesessen. Allgemein hatten die beiden Charaktere sehr viele Lasten zu tragen, die ihnem früher oder später um die Ohren geflogen sind wie am Ende. Mit dem Ende habe ich überhaupt nicht gerechnet und kann es ehrlicherweise noch nicht so einordnen. Daher mal schauen, was im nächsten Band daraus wird, bzw. wie es weitergeht.Fazit: abschließend gebe ich dem Auftakt der Geschichte von Mische und Asar 4 von 5 Sternen! An Oraya und Rhain konnte es bisher nicht rankommen, aber die Autorin weiß definitiv, wie man den Leser unterhält und für sich gewinnt. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band!