Typisch Agatha Christie
Dieser Krimi ist im Jahr 1926 erstmals erschienen und spielt im fiktiven englischen Dorf King's Abbot. Obwohl erst der 4. Krimi der Reihe um Hercule Poirot, will sich der Meisterdetektiv zur Ruhe setzen, um unerkannt Kürbisse zu züchten, als ihm ein höchste interessanter, weil komplexer Mordfall dazwischenkommt: Roger Ackroyds große Liebe, die wohlhabende Witwe Mrs. Ferrars soll, wenn man den Gerüchten Glauben schneken soll, ihren ersten Ehemann ermordet haben. Nun ist sie selber tot, gestorben an einer Überdosis Veronal. War es Selbstmord? Ist sie erpresst worden? In der Zeitung findet Ackroyd einen letzten Hinweis auf die Umstände ihres Todes. Doch bevor er sein Wissen teilen kann, wird er selbst ermordet. Und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden. Wie immer, tummeln sich zahlreiche Verdächtige in der Szenerie und es braucht schon Hercule Poirot, um die komplexen Beziehungen und Intrigen aufzulösen, in die die Bewohner von King's Abbot verstrickt sind. Meine Meinung: Die Geschichte wird aus der Perspektive von Dr. James Sheppard erzählt, der gleichzeitig als ICH-Erzähler und Protagonist fungiert. Zudem geht er Hercule Poirot ein wenig zur Hand. Wer Agatha Christies Krimis kennt, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird. Jede noch so kleine Randfigur hat ihren Platz. Daher können die zahlreichen Personen sowie die unerwarteten Wendungen zwischendurch für ein wenig Verwirrung sorgen. Letztendlich wird alles in einem Showdown bravourös aufgelöst. Ich bin ja nicht unbedingt der größte Fan von Agatha Christie, aber die Vielzahl der Krimis, die durchaus als Gedächtnistraining dienen können, bieten eine Menge Lesestoff. Als "Whodunit"-Krimis sind sie nach einem bewährten Muster konzipiert, so dass man sich nicht mehr mit der Struktur beschäftigen muss, sondern die Details der Charaktere genau betrachten kann. Fazit: Gerne gebe ich diesem Krimi 4 Sterne.