Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
<p data-end="280" data-start="0">Schon die ,,,Nordwind- Saga ", die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" und ,, Elbstürme" von Miriam Georg haben mich begeistert, so daß ich ganz gespannt war, was mich in ihrem Roman ,, Die Verlorene " erwartet. <p data-end="280" data-start="0">Diesmal geht es in die Gegenwart und die letzten Kriegsjahre. Als Ellen's Mutter Änne über 90jährig stirbt, findet ihre Enkelin Laura in ihrem Haus ein Bild , Dokumente und ein Foto, welches Fragen aufwirft. Was haben diese Dinge zu bedeuten? Liegt darin ein Grund, warum Änne nie über ihre Vergangenheit, ihre erlebte Kindheit und Jugend in Schlesien erzählt hat ? Um etwas darüber herauszufinden, macht sich Laura auf den Weg aus Franfurt nach Polen , um den ehemaligen Gutshof ,, Pappelhof " der Familie zu suchen und vielleicht etwas Licht in die Familiengeschichte zu bringen. Glücklicherwweise findet Laura tatsächlich den Gutshof , auf dem ihre Großmutter und ihre Familie aufgewachsen ist. Mit Ellen als Kleinkind ist sie von dort nach Kriegsende weggegangen, um im westlichen Deutschland zu leben. <p data-end="280" data-start="0">Mit den zwei perfekt miteinander verwobenen Zeitebebenen bin ich auf absolut packende Weise in diese hochemotionale Familiengeschichte eingetaucht. Das harte Leben auf dem Gutshof und die Umgebung ist so anschaulich beschrieben, daß ich die Weite des Landes, die Wälder und den Fluss, in dem die Pferde baden , deutlich vor mir sehen konnte. Auch wenn der Krieg nicht unmittelbar dort stattfand, gab es harte Einschnitte. Verluste von Familienmitgliedern und Tieren , die die Wehrmacht für sich beanspruchte oder später die Russen, die sich einquartierten. Auch die Atmosphäre des Romans ist außergewöhnlich dicht und eindrucksvoll beschrieben. Man spürt förmlich die Zeit und die Umstände, in denen die Geschichte spielt, und wird regelrecht in diese Welt hineingezogen. In den glücklichen Momenten habe ich mich mit den Protagonisten gefreut, habe die Leichtigkeit der Liebe und der Verbundenheit gespürt, aber genauso gehofft und geweint, wenn es schwieriger oder aussichtslos wurde. <p data-end="280" data-start="0">Der lebendige Schreibstil, macht es leicht , schnell und vollkommen in die Handlung einzutauchen. Die Personen sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, sodass man ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt. Ich konnte mich sowohl in Laura und Ellen als auch in Änne, Karl und die weiteren Charaktere auf dem Hof hineinversetzen. Ihre Schicksale haben mich tief berührt und regen zum Nachdenken an. <p data-end="280" data-start="0">Die Verlorene" von Miriam Georg ist ein absolut fesselnder und bewegender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, eine tiefgründige Geschichte voller Emotionen, Spannung und Menschlichkeit zu erzählen. Die Spannung ist durchgehend so hoch, daß ich mich nicht von dem Buch lösen konnte, bevor ich das , für mich völlig überraschende, Ende gelesen habe. <p data-end="280" data-start="0">Im Nachwort geht die Autorin auf ihre eigene Familiengeschichte ein, die sie zu diesem sehr persönlichen Roman bewegt hat. Eine Geschichte über Verlust, Vertreibung und der damit entstandenen Traumata, über die in der Nachkriegszeit so gut wie nie gesprochen hat. Auch heute <p data-end="984" data-is-last-node="" data-is-only-node="" data-start="786">"Die Verlorene" ist ein großartiger Roman, der lange nachwirkt und definitiv zu den Büchern gehört, die man nicht so schnell vergisst. Eine klare Leseempfehlung und absolut verdiente 5 Sterne ¿¿¿¿ für dieses grandiose Lesehighlight.