Episches Ende, tolle Figuren und ein passendes Ende! Highlight-Reihe. Sie steht an oberster Stelle meiner liebsten Vampirreihen!
Gabriel de Léon, der schwarze Löwe von Lorson, sieht nur noch einen Sinn in seinem Leben - den ewigen König Fabién Voss töten. Er hat den heiligen Gral von San Michon, Dior Lachance, sterben sehen und jetzt befindet er sich mit seinen Brüdern auf seinem letzten Feldzug. Doch Dior ist nicht gestorben, sondern aus ihrem Grab wieder auferstanden. Sie ist mit ihren Getreuen auf den Weg in die Hauptstadt Augustin, um dort endlich dem Tagestod ein Ende zu setzen. Werden sie jeweils erfolgreich sein und werden sich Gabriel und Dior je wiedersehen? Es geht mit der großen Reise, epischen Schlachten und starken Gefühlen weiter. Man leidet so mit den Figuren mit, da sie so viel durchmachen müssen und man tut sie so ins Herz fassen, nur damit Jay Kristoff den ein oder anderen einfach sterben lässt. Er reißt einem förmlich das Herz aus der Brust.Während ich im zweiten Band die Erzählungen von Celene nicht so stark empfand, wie die von Gabriel, war das hier anders. Im zweiten Band empfand ich sie für Notwendigkeit, weil sie den Teil erzählt hat, an dem Gabriel selbst nicht mitgewirkt hat. Auch hier war das so, aber vor allem hat Celene ihre ganze Geschichte offenbart, was sie durchgemacht hat, um überhaupt bis zu Dior zu kommen. Dadurch ist eine ganz andere Nähe zu Celene entstanden und ich fand sie inzwischen richtig toll. Man kann sich nur fragen, wie sie das nur alles überleben konnte? Das waren ja teilweise richtig brenzlige Situationen. Der Endkampf, wie Gabriel den ewigen König nun getötet hat, war eine epische Schlacht, wie man es sich in so einem Fantasyepos wünscht. Es war ein Genuss das zu lesen.Die Sprache hat mich ja von Anfang an nicht gestört, weil die vulgären Ausdrücke ja nicht von allen Figuren kommen. Gabriel hat eine sehr vulgäre Aussprache, aber wenn zum Beispiel Celene erzählt hat, war es wesentlich gesitteter... na ja, bis Dior in ihrer Geschichte auftrat. Sie hat ja einen Gossenmund. Das Ende fand ich an sich gut, wenn es mir auch etwas zu positiv ist. Vielleicht ist das genau das Richtige, bei so einer düsteren Geschichte, aber ein paar schwarze Flecken hätten ruhig noch bleiben können. Kurz hatte ich den Gedanken, dass es jetzt doch sehr in den Kitsch abdriftet, obwohl die Geschichte sonst gar nichts von Kitsch hatte. Aber an sich war das nur das letzte Kapitel, was man wohl als Epilog ansehen kann. Aber mir hat das Ende wirklich gut gefallen, weil es sich spätestens jetzt im dritten Band so abgezeichnet hat. Denn mir ist schon länger durch den Kopf gegangen, wie das enden kann und da ist mir nur in den Sinn gekommen, sowie es nun gelaufen ist. Der Geschichtenschreiber Jean-Francois war eben am Ende nicht einmal halb so schlau, wie er gedacht hat. Es ist halt auch sehr schlecht für die Vampire, dass sie sich untereinander nicht austauschen, ansonsten hätte es auch anders enden können. Fazit:Was soll ich noch zu diesem Buch, dieser Reihe sagen? Sie war offensichtlich für mich ein absolutes Highlight. Ich mochte Jay Kristoffs "Nevernight"-Reihe schon sehr, aber diese finde ich noch besser, was aber auch mit an der Thematik liegt. Ich liebe düstere Vampirgeschichten. Sicherlich gab es Szenen, die man auch hätte kürzer halten können, aber ich habe jedes Wort eingesaugt und habe mich zu keinem Zeitpunkt in diesen drei Bänden gelangweilt. Diese Reihe wird für immer einer meiner liebsten Reihen sein und als Vampirreihe steht sie sowieso jetzt an oberster Stelle. 5 Sterne.