In dem Buch hat die Frage "was wäre wenn¿ eine große Bedeutung. Die Idee, wie ein einziger Name, beziehungsweise eine Entscheidung, das ganze Leben einer Familie, und auch deren Umfeld, prägen kann, ist wirklich spannend umgesetzt.Es geht um Cora, die am Anfang vom Buch vor der Wahl steht, wie sie ihren neugeborenen Sohn nennen soll. Man liest dann drei ganz unterschiedliche Lebenswege über die Jahrzehnte hinweg, je nachdem wie sie ihn genannt hat: Bear, Julian oder Gordon.Faszinierend fand ich, wie es der Autorin gelungen ist, trotz großen Zeitsprüngen und drei verschiedenen Lebenswegen, die Geschichten klar und tiefgründig zu gestalten. Ich hatte kaum Probleme mich auszukennen, in welcher Geschichte ich mich gerade befinde.Die Sprache ist bildhaft und voller Empathie. Es gibt jede Menge tragische Momente, die wirklich berührend geschrieben sind. Die Charaktere wirken so lebendig, dass man mitfiebert, mitleidet und mitfreut.Aber Achtung, ich finde eine Triggerwarnung am Anfang wäre angebracht, denn die Themen psychische und physische Gewalt kommen nicht selten vor.Das Buch regt wirklich zum Nachdenken an und hallt lange nach. So gehypten Büchern stehe ich oft erst mal skeptisch gegenüber aber hier muss ich wirklich sagen, das Buch hat den Hype verdient! Absolute Leseempfehlung.