Von dem Debüt Roman von Katja Früh habe ich im Radio gehört. Ich habe auf dem Weg zur Arbeit Vintage Radio gehört und da wurde die Autorin interviewt und ich wusste sofort dieses Buch möchte ich lesen.
Das Thema selbstgewählter Tod finde ich sowieso sehr interessant, in diesem Fall geht es jedoch nicht, um eine sterbenskranke Person, sondern um die Mutter von Anja die eine recht eigenwillige Person ist um es freundlich auszudrücken.
Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen, vor allem weil viele Leser wahrscheinlich alles völlig überdreht und absurd finden, aber ich habe in Katjas Mutter, wirklich meine Mutter gesehen. Außer das ich einen quietschfidlen Vater habe, könnte ich das Verhalten absolut unterschreiben. Vielleicht würde sie nicht den Hund töten wollen aber sicher wäre ich mir da nicht.
Dieses Buch zeigt ungeschält die völlige Absurdität der Realität. Geschichten, die nur das Leben schreibt und wenn man es im Fernsehen anschauen würde, wahrscheinlich genervt mit den Augen rollen würde, aber genau deswegen hat es mich so stark berührt und mir so sehr gefallen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Anja und Carlos ist nicht übertrieben und viele Frauen werden sich hier Wiedererkennen und sagen: Vielleicht ist die Liebe so.
Absolut lesenswert. Es hat ein wenig etwas von Harald and Maude