Nach einer schmerzhaften Trennung sucht Calisa Abstand und reist zum Bed & Breakfast ihrer Großtante. Doch statt Erholung erwartet sie ein heruntergekommenes Anwesen voller seltsamer Gäste und Geheimnisse. Während sie versucht, dem Ort neues Leben einzuhauchen, entdeckt sie nicht nur magische Portale und außergewöhnliche Wesen, sondern findet auch zu sich selbst zurück.
"The Faraway Inn" ist für mich ein richtig süßer, cozy Young-Adult-Fantasyroman gewesen genau die Art von Geschichte, die zum Träumen einlädt und einem beim Lesen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Besonders gut haben mir die Figuren gefallen. Man merkt einfach, wie viel Liebe zum Detail in ihnen steckt. Einige Charaktere sind herrlich skurril und unterhaltsam, andere regen eher zum Nachdenken an. Gerade diese Mischung macht die Atmosphäre des Buches so charmant und lebendig.
Auch die Geschichte selbst konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Die Idee mit den Portalen und den magischen Wesen, die im Faraway Inn Zuflucht suchen, fand ich unglaublich schön und kreativ umgesetzt. Das Inn wirkt wie ein kleiner magischer Rückzugsort zwischen den Welten voller Geheimnisse, besonderer Begegnungen und einer warmen, fast märchenhaften Stimmung.
Besonders schön fand ich außerdem die Entwicklung von Calisa. Anfangs sucht sie eigentlich nur Abstand von ihrem Ex-Freund und dem Schmerz, den er hinterlassen hat. Umso härter trifft sie die Ablehnung ihrer Großtante, als diese ihr deutlich macht, dass sie eigentlich nicht bleiben soll. Gerade deshalb mochte ich es sehr, dass Calisa sich davon nicht unterkriegen lässt. Anstatt sich erneut kleinmachen zu lassen, packt sie mit an, kämpft für ihren Platz und beginnt langsam, ihren eigenen Wert wiederzuerkennen. Diese Entwicklung wirkte auf mich sehr nachvollziehbar und hat der Geschichte emotional viel gegeben.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings die romantische Entwicklung. Mir ging es etwas zu schnell, dass Calisa direkt von einer Beziehung in die nächste rutscht. Gerade weil ihre persönliche Entwicklung so schön aufgebaut wird, hätte ich es fast stärker gefunden, wenn sich zunächst eher eine enge Freundschaft entwickelt hätte und sich die romantische Ebene vielleicht erst in einem weiteren Band entfaltet.
Fazit:
Ein charmanter, magischer Wohlfühlroman mit liebenswerten Figuren, cozy Atmosphäre und einer wunderschönen Idee. Trotz kleiner Schwächen bei der Liebesgeschichte hat mich The Faraway Inn wunderbar unterhalten und zum Träumen eingeladen.