Die Welle holt mich ein. Dunkelheit verschlingt mich. Mein Kopf wird nach hinten gerissen, als hätte jemand mich an den Haaren gepackt und zurück gezerrt. Meine Fußknöchel werden nach oben, mein Kopf nach unten geschleudert. Er wirbelt mein Körper herum, und ich drehe mich wie ein Kreisel. () ich versuche, die Kontrolle zurückzugewinnen, doch es ist unmöglich. Mein Körper dreht und windet sich weiter. Seite 163
INHALT
Marissa lebt mit ihrem Vater in Thailand. Dort lernt sie ihre Freundin Arielle kennen. Beide sind wie Pat und Patterchen, eigentlich immer zusammen. Bis der Tsunami kommt, und Arielle stirbt. Dieses Buch beschreibt Marissas Leben, welches von diesem Zeitpunkt an, voller Verlust und Erinnerungen geprägt ist. In zwei Erzählsträngen (Thailand und New York) begleiten wir Marissa in ihrer Trauer um ihre Freundin.
Zur Liste derer, die man zeitlich unbegrenzt betrauern darf, gehören: Eltern (wenn sie jung gestorben sind), Ehepartner (wenn man selbst noch jung ist), Geschwister (wenn beide jung sind) oder ein Kind (immer). Aber zu lang um jemanden zu trauern, mit dem man nur befreundet war, ist verpönt. Nach einer gewissen Zeit muss man über ihren Tod hinweggekommen sein. Seite 33
EINDRUCK UND FAZIT
Mehrere Punkte haben mich an diesem Buch sehr beeindruckt: die vielen Informationen zu Tieren und Wasser und Landschaft fand ich sehr beeindruckend und absolut passend integriert. Die Beschreibungen der Welle und alles darum herum fand ich wahnsinnig beklemmend, aber auch unglaublich spannend. Und tatsächlich zuletzt der Fakt, das Trauer um eine Freundin thematisiert wird. In den meisten Büchern kennen wir Trauer nur bei Partnern oder Familienangehörigen und lernen deren Lebensgeschichte kennen. In diesem Buch ist es anders, denn es sind Freundinnen und hierbei stellt sich die Frage, wie sehr darf man um eine Freundin trauern. Eine beeindruckende Thematik in guter Umsetzung. Das Buch liest sich ruhig, fast meditativ. Der melancholische Ton gefiel mir in diesem Buch gut!