Band 2 der Familiensaga rund um die Dresdner Unternehmerfamilie Kaiser liegt vor uns. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes "Schicksalsjahre". Denn die Schokoladenformenfabrink wurde zerbombt und nichts als Schutt und Asche blieb übrig.
Wie geht Otto Kaiser, der Gründer damit um? Seine Hoffnung wurde Gott sei Dank nicht ausgelöscht, denn sie war tief auf Gott gegründet, in der Gewissheit, dass alles in seiner Hand ist. Dass ER hindurchführen wird und genau das versucht Otto auch Lotte zu vermitteln und vorzuleben.
Doch Lotte kannte Gott (noch) nicht. War Hitler doch das große Idol und Vorbild der Menschen. An ihn konnte man glauben, denn er versprach rosige Zeiten. Nach und nach zerbröckelt der Glaube an ihn, genauso wie um sie herum alles zerstört wird. Kann Gott wahre Hoffnung und inneren Frieden schenken?
Der Leser wird mitten ins Familienleben der Kaisers genommen, leidet, hofft und bangt mit. Der Krieg endet und viele Fragen werden gestellt. Wie soll alles weitergehen?
Der Schreibstil der Autorin ist packend und historisch sehr gut recherchiert. Erschreckend fand ich, welche Macht Hitler damals über die Menschen hatte, wie sie von ihm geblendet wurden. Jedoch hat er die Rechnung ohne Gott gemacht. Denn Gott selbst trägt durch die dunkelsten Täler und zeichnet Hoffnungsschimmer am Horizont. ER zeigt sich, wenn ihn jemand aufrichtig sucht.
Nach meinem Empfinden waren die Witze unpassend, aber nichtsdestotrotz ein Buch, was zeigt, wie Hoffnung und Vertrauen auf Gott trägt, Schuld vergeben wird und der Blick auf den Feind ganz andere Dimensionen bekommt.
Ein gelungener Band der Familiensaga.