Die Story hat mich bereits vor dem Erscheinen neugierig gemacht und es ging direkt los. Leina bekommt kaum Zeit zum Durchatmen und auch ich wurde ohne große Umwege mitten ins Geschehen katapultiert. Brutal, actionreich und stellenweise ziemlich überraschend. Genau diese Dynamik hat mich nicht mehr losgelassen.
Besonders beeindruckt hat mich die Welt. Je mehr ich über die Story, die Magie und die verschiedenen Machtstrukturen erfahren habe, desto mehr wollte ich wissen. Das Worldbuilding ist komplex und nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. Die Altoren und ihre Verbindung zu den Faravar waren dabei für mich ein besonderes Highlight.
Mit Leina hatte ich zunächst etwas zu kämpfen. Ihre impulsive und teilweise sehr brutale Art war nicht immer mein Fall. Gleichzeitig macht genau diese Wut einen großen Teil ihres Charakters aus. Im Laufe der Geschichte konnte ich immer besser verstehen, was sie antreibt, und ihre Entwicklung hat mir dadurch umso besser gefallen.
Auch die Dynamik zwischen Leina und Ryot entwickelt sich interessant. Die verbotene Liebe ist sicherlich kein unbekanntes Romantasy-Element, aber der Slow Burn hat für mich trotzdem funktioniert und immer wieder für dieses gewisse Kribbeln gesorgt.
Was die Geschichte für mich besonders gemacht hat, ist die Mischung aus Fantasy, Action und politischen Konflikten. Hinter der Ausbildung zur Altor-Kriegerin steckt deutlich mehr, als man zunächst vermutet. Intrigen, Unterdrückung, Geheimnisse und einige Wendungen sorgen dafür, dass sich die Handlung immer weiter öffnet.
Nicht alles konnte mich aber überzeugen. Zwischendurch hatte die Geschichte für mich einige Längen und die Beziehung zwischen Leina und Ryot war für mich nicht immer ganz authentisch. Insgesamt hat mich die Story aber deutlich mehr begeistert.
Eine atmosphärische und düstere Romantasy, die vor allem mit ihrem außergewöhnlichen Worldbuilding, einer kämpferischen Protagonistin und jeder Menge Action punktet. Trotz kleiner Schwächen hat mich die Geschichte neugierig auf die Fortsetzung gemacht.