Allgemeines:
Embrace the Serpent erscheint am 31.08.2026 als gebundenes Buch im Carlsenverlag. Dieses Buch ist optisch wirklich ein Hingucker. Es schimmert und die Schlangenthematik wird wirklich sehr stilvoll in Buchschnitt aufgenommen. Autorin Sunya Mara stammt aus den USA. Es handelt sich nicht um ihren Debütroman. Auf 384 Seiten können Leser*innen den YA-Romantasyroman erleben.
Inhalt:
Seit das Kaiserreich ihre Familie ausgelöscht hat, lebt Saphira als Gehilfin eines Juwelenschmieds im Verborgenen. Ihr seltenes Talent, die Magie aus Edelsteinen hervorzulocken, macht ihre Schmuckstücke zu den begehrtesten des Landes. Niemand ahnt, wer den Schmuck anfertigt bis der gefürchtete Schlangenkönig, Herrscher des letzten freien Reichs, seinen Jäger Rane auf Saphira ansetzt. Dem Gerücht nach ist der König auf Brautschau, aber Saphira findet heraus, dass es ihm um sehr viel mehr geht. Doch da steht sie schon längst im Zentrum der Aufmerksamkeit, gefangen zwischen dem gnadenlosen Kaiserreich, dem undurchschaubaren König und seinem allzu charmanten Jäger. Und sie muss entscheiden, wem sie ihr Schicksal anvertraut. Und vielleicht auch ihr Herz. (Quelle: Verlag)
Meine Meinung:
Ich bin relativ schnell in die Handlung des Buches reingekommen, obwohl ich den Schreibstil anfangs doch etwas holprig fand. Entweder es wird besser oder man liest sich ein, aber nach kurzer Zeit bin ich nur so durch die Seiten geflogen.
Erstmal möchte ich gerne noch was zur Gestaltung sagen: Wie schön glänzt das Buch bitte und wie sehr harmoniert der Farbschnitt? Ich mag Farbschnitte nicht besonders, aber der hier wertet das Buch wirklich auf.
Die Beziehung zwischen unseren Protagonisten Galen und Saphira ist so toxisch, das springt einen schon nach wenigen Seiten an. Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass Saphira vieles nicht schon früher aufgefallen ist, aber sie war natürlich noch ein Kind und wurde komplett ausgenutzt. Themen wie Grooming etc. Spielen hier eine Rolle und werden in meinen Augen leider immer nur angerissen. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt an diesem Buch, der dieses Buch aber leider nur zu einem mittelmäßigen Buch macht: Es ist alles da, aber es wird alles nur angerissen.
Mir haben dabei einige Sachen sehr gut gefallen, einiges fand ich jedoch viel zu schnell abgehandelt. Es geht beispielsweise kurz um eine Zwangsheirat, das wird aber eigentlich gar nicht näher thematisiert und dann kommt der nächste Handlungspunkt.
Meiner Meinung nach bleibt zum Beispiel auch der Beziehungsaufbau auf der Strecke. Gefühle sind plötzlich da, werden nicht erworben, schließen sich teilweise aus. Gleichzeitig ist vieles sehr vorhersehbar, wenn man mal die ein oder andere Geschichte aus dem Genre gelesen hat.
Was mir sehr gut gefallen hat, waren einige Szenen, in denen es um die Magie von Saphira geht. Da hat man nochmal richtig gemerkt, was für eine faszinierende und wichtige Fähigkeit Saphira hat. Es geht um viel mehr als um das Herstellen von Schmuck.
Fazit:
Warum so oberflächlich?
Mein Fazit ist wirklich diese Frage. Denn eigentlich hat das Buch ganz viel. Wir hetzen jedoch von einem Ereignis zum nächsten und der Handlung wird leider kein Raum gegeben.