Kaum klappt man die letzte Seite zu, fliegt einem das Herz direkt hinterher so ungefähr fühlte es sich an, als wir, meine Tochter und ich, den dritten Band der Pegasus-Schwestern beendet haben. Und ehrlich? Wir waren beide fix und fertig im besten Sinne! Bernhard Kürzl hat uns wieder mit Vollgas in seine magische Welt katapultiert, wo Pferde nicht nur galoppieren, sondern ganze Welten retten. Und das mit ordentlich Drama, Chaos und einer Portion Eisharpyien-Schocktherapie.
Die Geschichte beginnt mit einer traumhaften Doppelhochzeit am Strand von Amrum (da hätten wir auch gern eine Einladung gehabt!), doch kaum denkt man: Jetzt wirds romantisch, brechen die Flügelmonster aus der Fantasy-Hölle los. Bellerophon liegt im Sterben, Bella und Nora müssen in die Welt Armonas zurück und ab da gibts kein Halten mehr. Meine Tochter war komplett drin, saß mit Decke überm Kopf da und hat mich ständig angebrüllt: Papa, liest du weiter oder soll ich?!
Was uns beide am meisten gepackt hat, war Bellas Entwicklung. Ihre neue Fähigkeit, das Leiden der Pferde zu spüren, hat sie (und uns) ganz schön durchgeschüttelt. Diese Mischung aus Schmerz, Mut und Erkenntnis wow. Meine Tochter meinte irgendwann: Das ist wie wenn man merkt, dass man anders ist aber das ist gar nichts Schlechtes. Und da war sie wieder, diese Magie, die Bücher manchmal auslösen.
Kürzl schafft es, epische Fantasy mit echten Emotionen zu verweben, ohne dass es zu schwer oder zu kindlich wird. Ein paar Stellen waren uns fast zu intensiv, besonders wenn es um die Angst ging, aber genau das machte es auch so echt. Einziger Minuspunkt: Wir hätten gern noch mehr von den Pegasus-Szenen gehabt die sind einfach pure Gänsehaut.
Kurz gesagt: Ein Buch, das fliegt, kracht, fühlt und uns als Leseteam wieder ein Stück nähergebracht hat. Band 4 kann gar nicht schnell genug kommen.