Lydia reist mit ihrem Freund Hendrik zu seiner Mutter nach Dänemark. Er nennt sie immer nur Elna, was nicht gerade auf eine harmonische Beziehung hindeutet. Auf dem Weg zu ihr erfährt Hendrik, dass er in seiner Prüfung durchgefallen ist. Und so verbringt er gezwungenermaßen die Tage mit Lernen, während Lydia viel Zeit hat, die sie mit Elna verbringt. Elan umgibt eine besondere Aura. Sie ist die Austernfischerin und Lydia fährt einige Tage mit hinaus auf See. In der Stille entsteht ein besonderes Verhältnis zwischen Elna und Lydia. Und während des Aufenthaltes entdeckt Lydia ein Familiengeheimnis.
Das Ende des Buches bleibt ziemlich offen und man kann sehr gut seine eigenen Gedanken hineinlegen. Die Geschichte ist leicht, etwas melancholisch. Der Konflikt zwischen Hendrik und Elna wird erwähnt, aber geht nicht tiefer in der Handlung. Ebenso das Geheimnis, das Lydia entdeckt, geht nicht über 2 Sätze hinaus. Aber muss es das? Mich beschäftigt das Buch noch Tage nach dem Lesen, obwohl ich direkt nach Abschluss leicht enttäuscht war. Ich hatte etwas anderes erwartet. Aber was das Buch kann, ist, eine wunderbare Atmosphäre zu erschaffen mit wenig Drama. Leise erzählt mit zarten Bildern, und doch haftet der Geschichte etwas Raues an, wie die See. Insbesondere Elna ist als Figur interessant gezeichnet, rau und sanft, voller Gegensätze. Hendrik dagegen wirkt blass, an Lydia kam ich nicht richtig heran. Ich habe es gern gelesen, auch wenn ich dachte, da muss noch was kommen.