
»Wer war Frieda? Sie hat verdient, dass wir uns an sie erinnern. «
Mit Anfang dreißig erfährt Geraldine Oetken, dass sie eine Urgroßtante hatte: Frieda, von der nie jemand erzählt hat. Von der niemand mehr weiß, als dass sie 1941 in einer Anstalt für Menschen mit Behinderungen gestorben ist. Aber wer war Frieda? Wie sah ihr Alltag aus, und wer hat sie ins Heim gesteckt? Wie endete ihr Leben? Und was hat das mit uns zu tun?
Geraldine Oetken wehrt sich gegen das Vergessen, das sich durch Familien und Generationen zieht, und macht sich daran, Frieda ihre Geschichte zurückzugeben. Sie liest Krankenakten, recherchiert zum Umgang mit psychischen Erkrankungen im Nationalsozialismus, zu dezentraler »Euthanasie« und Hungermorden. Ihre Spurensuche führt sie in Archive und auf Friedhöfe, ins Oldenburg der Nazis und das ihrer Jugend - und in die Untiefen der eigenen Familiengeschichte.
Feinfühlig und akribisch erzählt »Frieda« die Geschichte einer Suche nach Menschlichkeit in einem unmenschlichen System.
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