Sechs Freunde, ein Geheimnis und kein Entkommen
Eigentlich wollten die sechs Freunde einfach nur mit einem alten Campingbus zum Spring Break fahren. Doch plötzlich bleibt das Fahrzeug mitten im Wald liegen, und ohne Empfang können sie keine Hilfe rufen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird auf die Gruppe geschossen, sobald sie den Bus verlassen. Über ein Funkgerät teilt der Schütze ihnen mit, dass er sie erst gehen lässt, wenn einer von ihnen sein Geheimnis preisgibt.Durch den angenehmen und fesselnden Schreibstil der Autorin bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Vor allem zu Beginn ist das Tempo hoch und es passiert so einiges. Im Verlauf der Handlung bleibt die Spannung nicht durchgehend konstant, was ich allerdings nicht unbedingt als negativ empfunden habe, da so Raum für die Charakterentwicklung bleibt. Gerade gegen Ende zieht die Spannung dann noch einmal deutlich an und die Ereignisse überschlagen sich förmlich.Mit Red ist der Autorin außerdem eine interessante Erzählerin gelungen, deren besondere Sichtweise der Geschichte eine eigene Note verleiht. Auch die Dynamik zwischen den sechs Freunden fand ich gelungen, insbesondere wie sich ihr Verhalten und ihre Beziehungen unter dem zunehmenden Druck verändern. Dazu kommt eine durchgehend düstere Atmosphäre, die gut zur Handlung passt und die Bedrohung jederzeit spürbar macht.Ein spannender Thriller mit starker Atmosphäre, interessanter Erzählerin und einem packenden Finale. Von mir gibt es daher 4,5 Sterne.