Wie schafft man eine Prinzessin durch halb Europa, um sie auf den Thron von Troja zu hieven? Natürlich mit einer Horde Teufel. Nicht die klassisch gehörnten Gesellen der Hölle, sondern jene der von Abercrombie geschaffenen Gesellschaft: Ein Vampir, eine Elfe, ein Nekromant, eine Werwölfin, eine Unsterblicher, eine Söldnerin und ein leicht überforderter Priester bilden die Gemeinschaft der Wächter für die junge Alex. Aufgewachsen als Diebin in den Gassen der heiligen Stadt, stellt sich heraus, dass sie zur Herrscherin geboren ist, was ihr nicht nur die Begleitung der Teufel verschafft, sondern auch eine Menge Feinde, die ihr nach dem Leben trachten.Der Plot ist wirklich verdammt cool, die Idee dahinter ist spannend und besitzt gewaltiges Potential. Das Setting im mittelalterlichen Europa mit ein paar fantastischen Ergänzungen passt ebenfalls hervorragend. Auch die Tatsache, dass die Kirche einigen Veränderungen unterliegt, hat mir gefallen, weil sie die Story dadurch weiter in die Phantastik schiebt. Es geht actionreich zur Sache, es wird weder an Blut noch an Brutalität gespart.Trotz all der, für mich, positiven Aspekte, bin ich irgendwie nicht vollkommen glücklich mit dem Buch geworden. Es gab zu viele überzogene Szenen, zu viel Brechstange, zu viel vulgären Humor, zu viel Hektik.The Devils ist definitiv eine Leseerfahrung und ich bin sicher, das Buch wird vielen gefallen, aber vermutlich ebenso häufig mit seiner teils überbordenden Dynamik und seinem "Zu viel" anecken.Wer Bock auf eine actionreiche, phasenweise abgedrehte Story mit interessanten Charakteren hat, sich gerne der dreckigen Seite der Fantasy zuwendet und mal ganz anders gezeichnete Teufel erleben möchte, der sollte hier mal einen Blick riskieren.