Gretas Männer hat mich von Anfang an in seinen Sog gezogen. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in einer Familiengeschichte, die voller unausgesprochener Fragen, alter Bilder und leiser Spannungen steckt.
Besonders gefallen hat mir die Art, wie sich die Vergangenheit Stück für Stück entfaltet nicht laut oder dramatisch, sondern über Erinnerungen, ein Buch, Erzählungen und wechselnde Perspektiven. Dadurch entsteht ein sehr lebendiges Bild, das mich beim Lesen immer wieder zum Innehalten und Weiterdenken gebracht hat.
Greta selbst war für mich eine unglaublich vielschichtige Figur keine einfache Einordnung, sondern eine Frau mit vielen Facetten, Beziehungen und Lebensphasen, die jeweils ihre eigene Farbe bekommen. Gerade diese Vielschichtigkeit hat mich sehr berührt.
Auch die Figuren um sie herum haben die Geschichte für mich besonders gemacht. Vor allem die unterschiedlichen Sichtweisen der beteiligten Figuren sorgen dafür, dass man als Leserin ständig neu hinterfragt, was wirklich wahr ist und wie unterschiedlich Erinnerungen sein können.
Der Schreibstil ist dabei angenehm fließend und zugleich atmosphärisch dicht. Besonders die kleinen, sinnlichen Momente die Dinge, die die Figuren tun, lieben und fühlen haben die Geschichte für mich sehr greifbar gemacht.
Am Ende bleibt für mich vor allem eines: eine berührende Familiengeschichte, die nachklingt und deren Figuren man so schnell nicht wieder loslässt.