Man schlägt das Buch auf und merkt ziemlich schnell, hier will dich jemand nicht belehren, sondern mitnehmen. Und zwar direkt rein in diesen schrägen, faszinierenden Kosmos, in dem nichts so ist, wie es auf den ersten Blick wirkt. Klingt erstmal nach viel Kopfzerbrechen, fühlt sich aber überraschend leicht an.
Die Mischung aus Comic und Wissenschaft funktioniert besser, als man denkt. Während irgendwo im Hinterkopf noch das Bild von trockenen Physikstunden rumgeistert, zaubert Quantix plötzlich kleine Aha-Momente auf die Seiten. Schwarze Löcher wirken nicht mehr wie ein Fremdwort, sondern wie etwas, das man zumindest ansatzweise greifen kann. Und genau das ist die große Stärke hier.
Gleichzeitig schleicht sich aber auch dieser Gedanke ein: War das jetzt schon alles oder kommt da noch mehr? Manche Themen werden angerissen, machen neugierig, ziehen aber dann recht schnell weiter. Da hätte man sich an ein paar Stellen ruhig noch ein bisschen festbeißen dürfen.
Optisch macht das Ganze richtig Spaß. Die Zeichnungen tragen die Geschichte, geben den Theorien ein Gesicht und sorgen dafür, dass man auch dann dranbleibt, wenn der Kopf kurz sagt jetzt reichts eigentlich. Tut er aber nicht. Man liest weiter.
Unterm Strich bleibt dieses Gefühl, ein bisschen schlauer geworden zu sein, ohne sich dabei angestrengt zu haben. Und ganz ehrlich, genau das schaffen nicht viele Bücher aus dieser Ecke.