Die Perlenschwester - Die sieben Schwestern Band 4 hat mir wieder sehr gut gefallen und reiht sich für mich problemlos in die gesamte Reihe ein. Ich gehe an die Bücher von Lucinda Riley immer mit Respekt heran, weil sie Zeit brauchen und nicht einfach "weggelesen" werden. Genau so war es auch hier - nicht kompliziert, aber eben anders als viele andere Romane.Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt vorsichtig, da Teile von Ceces Geschichte bereits aus Stars Perspektive bekannt waren. Umso positiver überrascht war ich davon, wie gut sich dieser Band aus Ceces Sicht anfühlt. Die Geschichte wirkt vollständig, schlüssig und ergänzt das bisher Erzählte sinnvoll. Für mich stehen alle Bände der Reihe auf einem sehr ähnlichen Niveau - keiner sticht heraus.Die Stimmung ist überwiegend hoffnungsvoll und stellenweise nostalgisch. Die Spannung entsteht nicht durch schnelle Wendungen, sondern durch das Erzählen selbst. Besonders gefallen haben mir die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie die Ortswechsel. Ich habe mich jedes Mal darauf gefreut, egal in welcher Zeitebene die Geschichte gerade war - keine war besser oder schwächer als die andere.Am besten an dem ganzen Buch hat mir die Geschichte gefallen, auf der alles aufbaut.Cece habe ich als sympathisch, stark und gut nachvollziehbar empfunden. Man ist beim Lesen sehr nah bei ihr und versteht ihre Entwicklung. Sie wird im Laufe der Geschichte mutiger und klarer darin, wer sie ist und was sie möchte - das wirkt nicht überzogen, sondern natürlich.Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd. Ich habe etwa zwei Wochen für das Buch gebraucht, weil ich mir bewusst Zeit dafür genommen habe.Kritikpunkte habe ich keine. Für mich ist auch dieser Band ein Herzensbuch. Ich empfehle ihn allen Fans der Reihe sowie Leser:innen von Familienromanen.