Dies ist der 4. Band der Schwestern-Reihe von Lucinda Riley und hat mir eigentlich bis dahin am besten gefallen. Bei der Geschichte in der Geschichte um Kitty musste ich sehr oft weinen.Cece muss lernen, sich von ihrer Lieblingsschwester Star zu lösen, weil diese jetzt in Kent eine neue Familie gefunden hat. Zum 1. Mal steigt sie daher mit Flugangst in den Flieger zunächst nach Thailand, um alte Erinnerungen aufzufrischen. Dort trifft sie Ace, mit dem sie sich sehr verbunden fühlt und muss später erfahren, dass er ein von der Polizei gesuchter Mann ist, was sie völlig erschüttert, weil er nicht im geringsten dazu Anlaß bot, dies zu glauben. Er denkt sehr lange, dass Cece ihn an die Polizei verraten hätte. Angekommen in Australien trifft Cece eine Halb-Aboriginie Chrissie, die ihr nicht nur beim Verkauf ihrer Kunstobjekte hilft, sondern sie auch in diesem Land unterstützt. Die beiden Frauen merken, dass sie mehr verbindet als nur die Kunst, denn Cece ist Malerin und Chrissie "studierte" auf eigene Faust die Geschichte der australischen/aboriginie - Kunst. Sie ist es auch, die ihr hilft, Kontakt mit ihrer Familie und ihren Ahnen aufzunehmen. So lernen wir die dramatische Geschichte ihrer Abstammung kennen, indem wir erneut eine Zeitreise unternehmen in die Jahre um ca. 1920, als Kitty, Tochter eines Pastors, erfährt, dass ihr Vater mit einer Frau aus der Gemeinde heimlich eine Affaire hat und ihre Mutter betrügt. Um die Schwangerschaft und den Ehebruch geheim zu halten, "verbannt" der Vater Kitty nach Australien, um dort zunächst in einer Familie zu arbeiten. Als sich die Zwillingsbrüder Andrew und Trumant sich um die hübsche Frau bemühen, muss sie sich entscheiden. Da sie erkennt, dass sie nach wie vor in ihrem eigenen Zuhause nicht erwünscht ist, entschließt sie sich zur Ehe mit Andrew, dem bodenständigen Bruder, verliebt sich jedoch in Trumant, dem leidenschaftlichen, ungestümen.Wie es mit den beiden weitergeht ist eine lange Geschichte und soll hier nicht erzählt werden, Wir kommen zudem in Kontakt mit der Kultur der Aboriginies, die mich derart gefesselt hat, dass ich mir definitiv vorgenommen habe, in diese Thematik mit anderen Büchern tiefer einzutauchen. Kitty wird begleitet von Hausbediensteten, die aus dem Busch stammen, eine völlig andere Sicht auf die Welt haben. Und wir lernen viel über Rassenkonflikte und Herabsetzung der Ureinwohner.Apropos Tauchen. Andrew besitzt eine Firma, die sich damit beschäftigt, wertvolle echte Perlen aus Muscheln zu ergattern. Eine Perle bekommt er, die besonders wertvoll ist und in der ganzen Geschichte eine tragende, dramatische Rolle spielt. Botschaft für mich: Vielleicht mag man im Leben wirklich bescheidene Entscheidungen treffen, das Leben ist voller Verluste und Enttäuschungen, aber manchmal gibt es Dinge, die jenseits des menschlichen Verstandes liegen, sie zu verstehen. Zufälle, Begegnungen und Wege, die sich auf magische Weise kreuzen und einem selbst wenn alles ausweglos und furchtbar erscheinen mag, wieder Glück ins Leben bringen.