Achtung! Es handelt sich um den 5. Band einer Reihe. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden, könnten aber die Vorgängerbände spoilern.Inhalt:Tiggy ist die fünfte der sieben Schwestern. Auch sie hat nach dem Tod von Pa Salt eine Hinweis auf ihre Herkunft erhalten. Doch zunächst steht ein beruflicher Wechsel an, wodurch sie die Suche nach ihren Wurzeln erstmal aufschiebt.Meine Meinung:Ich hatte leider von Beginn an Schwierigkeiten, mich mit Tiggy anzufreunden. In den Vorgängerbänden ist sie nicht wirklich vorgekommen oder ich habe es bereits vergessen, aber generell ist Tiggy eher unauffällig und unscheinbar. Sie liebt Tiere über alles und lebt vegan, zumindest was ihre Ernährung angeht. Ihren bisherigen Job muss sie aufgeben. Doch die Wildkatzen, um die sie sich unter anderem gekümmert hat, ziehen mit ihr zu ihrem neuen Job auf das Anwesen der Familie Kinnaird. Das ist ihre Ausgangssituation.Das Leben auf Kinnaird ist erstmal nicht wirklich ereignisreich. Tiggy geht ihrem Job nach, merkt aber schnell, dass sie überhaupt nicht ausgelastet ist. Der Herr von Kinnaird ist nie zu erreichen. Dadurch schlägt sich Tiggy von Tag zu Tag durch. Ihre einzige Ablenkung bietet Chilly, ein Mann, der auf dem Anwesen lebt und seherische Fähigkeiten besitzt. Tiggy hat sich bisher nicht mit ihrer Herkunft beschäftigt, aber rein zufällig kann Chilly ihr weiterhelfen. Das war ein zu großer Zufall für mich.Tiggys Suche nach ihrer Herkunft ist kurz und ohne Umwege, was es ein wenig langweilig macht. Chilly weist ihr den Weg und natürlich sind alle Personen noch dort, wo sie vor vielen Jahren sein sollten. Bisher wirkten alle Geschichten der sieben Schwestern an der einen oder anderen Stelle sehr konstruiert, doch hier ist es mir besonders aufgefallen. Es war alles zu einfach, weshalb die Emotionen auch nicht wirklich bei mir ankamen.Die Geschichte in der Vergangenheit ist zwar interessant, weil wir uns in eine aufreibende Zeit begeben und Tiggys Vorfahren viele Schicksalsschläge verarbeiten müssen. Doch auch hier waren mir die Dialoge zu konstruiert und wirkten sehr gezwungen und wenig authentisch. Insgesamt hat das den Schreibstil anstrengend gemacht. Auch die Protagonisten waren nicht sehr sympathisch. Lucia mochte ich überhaupt nicht. Sie hat sich ihr Leben lang für etwas besseres gehalten und ist mit großer Arroganz durch ihr Leben getanzt.Die Liebesgeschichte in der Gegenwart hätte ich persönlich nicht gebraucht, zumal sie ebenfalls komplett konstruiert wirkte. Es fehlte an jeglicher Romantik, die Gefühle kamen quasi aus dem Nichts.Insgesamt ist dieser fünfte Band leider der schwächste Band bisher. Der Ausblick zu Elektra am Ende verspricht zumindest mehr Kontroversen, da Elektra völlig anders als ihre Schwestern zu sein scheint und es wohl auch ein Wiedersehen mit Zed Eszu geben wird. Ich bin tatsächlich ein wenig neugierig, was er eigentlich von den Schwestern will. Daher werde ich irgendwann sicher auch den nächsten Band noch lesen.