Leider konnte mich die erste Hälfte nicht besonders abholen. Dann nahm mich die Geschichte aber wieder völlig ein.
Die Charaktere entwickeln sich weiter und es gibt einige starke, spannende Momente, die mein Interesse durchgehend aufrechterhalten haben.Allerdings hatte ich zwischendrin immer wieder Schwierigkeiten, der Geschichte zu folgen. Manche Szenen haben sich recht gezogen, während andere wiederum zu kurz kamen und kaum erklärt wurden. Besonders die zwei Jahre, die zwischen dem ersten und dem zweiten Band vergangen sind, haben mich zu Beginn irritiert, da ich davon ausgegangen war, dass die Handlung nahtlos weitergeführt wird. In dieser Zeit ist offenbar sehr viel passiert - unter anderem Dinge, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte -, die die Geschichte in eine ganz andere Richtung gelenkt haben. Leider erfährt man über diese zwei Jahre nur sehr wenig, außer dass Valea plötzlich ein Kind hat. Auch ihr fehlender Kontakt zu ihrer Schwester in dieser Zeit hat mich verwirrt und emotional nicht ganz abgeholt, vor allem nach dem Verlust ihres Bruders.Das Ende hat mich dafür umso mehr überrascht. Ich habe es so nicht kommen sehen, auch wenn es im Nachhinein betrachtet durchaus Sinn ergibt. Es hat mich schockiert und gleichzeitig traurig zurückgelassen. Trotz einiger Längen hätte die Handlung insgesamt an manchen Stellen etwas straffer sein dürfen, um den Lesefluss und die Spannung konstant hochzuhalten.Dennoch bin ich sehr gespannt auf Band drei und froh, dass ich auf die Fortsetzung nicht lange warten muss.