Peter Arbeitsloser darf nun endlich als Maschinentherapeut arbeiten. Dabei schlägt er sich mit den Beziehungsproblemen von Haushaltsgeräten herum. Kiki Unbekannt versucht währenddessen ihre eigene Vergangenheit aufzuklären, gerät dabei aber ins Fadenkreuz eines seltsamen Killers. Martyn Vorstand möchte stattdessen verzweifelt ein Level aufsteigen, um das Recht auf Vergessen werden nutzen zu dürfen. Aisha Ärztin fragt sich, was aus John of Us wurde, ob es nicht doch eine Lösung für die nervige Klimakrise gibt und wie die Verteidigungs-Algorithmen den Dritten Weltkrieg lostreten konnten.
Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, wobei er mir im Gegenteil zum ersten Band an einigen Stellen fast zu gestellt witzig war. Neben der Geschichte, die an den ersten Teil anschließt, gibt es zwischendrin auf schwarzen Seiten hervorgehoben Art Werbeanzeigen, Ausschnitte aus Podcasts und andere Kuriositäten aus Qualityland.
Spannung ist vorhanden, da man nie so richtig weiß, was als nächstes passiert. An manchen Stellen hatte die Geschichte etwas Längen, dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Neben Peter Arbeitsloser trifft man auf viele bereits bekannte Figuren und erfährt mehr über deren Entwicklung.
Wie schon im ersten Teil ist die Erzählweise eine satirische Dystopie, die dem Leser den Spiegel vorhält, indem gesellschaftlich und auch politisch aktuelle Themen aufgegriffen, aber auf witzige Weise weitergesponnen werden.
Das Buch regt wie sein Vorgänger zum Nachdenken und zur Reflektion unserer Gesellschaft an. Auch wenn das Buch in meinen Augen nicht ganz mit seinem Vorgänger mithalten kann, kann ich das Buch an jeden empfehlen, der mit Satire umgehen kann und gerne lacht. Man sollte aber den ersten Band kennen, sonst erklären sich nicht alle Situationen.