Drei Wasserschweine und ein Faultierjunges sehen wir auf dem Cover. Sie sind außerhalb des Tierparks unterwegs und erleben ein spannendes Abenteuer.
Dies ist der dritte Band der Serie, aber ich hatte keine Verständnisschwierigkeiten, obwohl ich die anderen Bücher nicht kenne. Ich werde sie aber wahrscheinlich noch mal lesen, weil ich die drei Wasserschweine richtig toll finde. Emmy, Raul und Tristan sind sehr unterschiedlich Typen. Emmy ist die Clevere, Raul anpackend und Tristan schläft viel und ist etwas behäbiger. Als die Faultiermama in ihrem Gehege auftaucht, sind die drei zunächst erstaunt, aber dann erfahren sie, dass das junge Faultier vermisst wird. Da es zuletzt in einem inzwischen abgeholzten Baum gesehen wurde, vermutet Emmy, es könne mit dem Baum entsorgt worden sein. So machen sich die drei, die gelernt haben die Tür des Geheges zu öffnen, auf zum Wirtschaftshof, denn dort gelangen die Grünabfälle hin. Dummerweise landen die Wasserschweine in einem Auto und so sehen sie endlich das Mehr, das außerhalb ihres Tierparks liegt.
Es ist zu schön zu lesen, wie die Wasserschweine vieles mit ihrer Nase entdecken und einordnen. Überhaupt schlüpft Matthäus Bär völlig in die Haut der Tiere, der denkt und entscheidet wie sie. Da ist es nur logisch das von Menschenjungen statt Kindern die Rede ist.
Emmy schafft es immer wieder die Wogen zu glätten, Streit zu schlichten und Zusammenhänge zu erkennen. Gemeinsam mit dem Bieber und zwei Schwänen wird da sogar ein Mann, der keine Rücksicht auf die Natur nimmt, verscheucht.
Ein tolles Buch, in dem Tiere nicht vermenschlicht werden und doch Dinge können, die sie wohl nicht wirklich beherrschen. Und natürlich wissen wir nicht, ob sie empathisch sind und so sozial empfinden wie die drei sympathischen Wasserschweine. Die farbigen Illustrationen sind realistisch und sehr stimmungsvoll. Alles zusammen ein spannender Lesespaß!