Der Kampf um die Sprache ist der Kampf um die Macht.
Mit der Renaissance linker Politik nach dem Zusammenbruch des Marxismus entstand auch eine neue politische Sprache. An die Stelle des Klassenkampfs traten Identitätspolitik, neue Opfergruppen und ein ständig wachsender Wortschatz, der Politik, Medien und Wissenschaft bis heute prägt.
Während es seit Jahren zahlreiche Bücher über die Sprache der Rechten gibt, fehlte bislang eine systematische Analyse der Sprache der Linken. Diese Lücke schließt der Sprachwissenschaftler und Journalist Matthias Heine.
Anhand von Begriffen wie globaler Süden, queer, Transkinder, Postkolonialismus, marginalisiert, toxisch, Islamophobie oder umstritten zeigt er, wie Sprache Wirklichkeit formt, politische Deutungsmacht schafft und gesellschaftliche Debatten beeinflusst. Er erklärt, was die Linke sagt und was sie damit meint.
Ein ebenso fundiertes wie streitbares Buch über einen sehr wichtigen Machtkampf unserer Zeit: den Kampf um die Sprache.
Diese
Warum werden manche Wörter plötzlich selbstverständlich, während andere aus dem öffentlichen Sprachgebrauch verschwinden? Weshalb verändern Begriffe ihre Bedeutung - und wer entscheidet darüber? Dieses Buch geht einer der entscheidenden Fragen unserer Zeit nach: Wie verändert Sprache unsere Wahrnehmung von Politik und Gesellschaft? Der Autor untersucht den Wortschatz der modernen identitätspolitischen Linken und analysiert, wie neue Begriffe entstehen, traditionelle Wörter umgedeutet und sprachliche Deutungsmuster zu politischen Instrumenten werden. Anhand zahlreicher Beispiele aus Politik, Medien, Wissenschaft und Kultur verfolgt er die Geschichte und Funktion von Begriffen wie queer, Intersektionalität, Mikroaggression, strukturelle Gewalt, Vulnerabilität, Mehrheitsgesellschaft, Hass und Hetze oder rechtsextrem. Dabei verbindet er Sprachgeschichte, politische Analyse und kulturgeschichtliche Beobachtungen zu einer ebenso fundierten wie streitbaren Untersuchung. Ein Buch für alle, die verstehen wollen, warum politische Macht heute längst nicht mehr nur über Parlamente und Gesetze ausgeübt wird - sondern auch über Wörter.