Warum werden manche Wörter plötzlich selbstverständlich, während andere aus dem öffentlichen Sprachgebrauch verschwinden? Weshalb verändern Begriffe ihre Bedeutung - und wer entscheidet darüber?
Dieses Buch geht einer der entscheidenden Fragen unserer Zeit nach: Wie verändert Sprache unsere Wahrnehmung von Politik und Gesellschaft? Der Autor untersucht den Wortschatz der modernen identitätspolitischen Linken und analysiert, wie neue Begriffe entstehen, traditionelle Wörter umgedeutet und sprachliche Deutungsmuster zu politischen Instrumenten werden.
Anhand zahlreicher Beispiele aus Politik, Medien, Wissenschaft und Kultur verfolgt er die Geschichte und Funktion von Begriffen wie queer, Intersektionalität, Mikroaggression, strukturelle Gewalt, Vulnerabilität, Mehrheitsgesellschaft, Hass und Hetze oder rechtsextrem. Dabei verbindet er Sprachgeschichte, politische Analyse und kulturgeschichtliche Beobachtungen zu einer ebenso fundierten wie streitbaren Untersuchung.
Ein Buch für alle, die verstehen wollen, warum politische Macht heute längst nicht mehr nur über Parlamente und Gesetze ausgeübt wird - sondern auch über Wörter.