Unterhaltsame Geschichte, die gekonnt in die Welt des Urmels einführt
Die Geschichte handelt vom Professor Habakuk Tibatong, der zusammen mit seinen Schülern Ping Pinguin, Waran Wawa, Schuhschnabel-Vogel Schusch, dem Schwein Wutz und dem Waisen Tim Tintenklecks aus Flucht vor den Behörden Pumpoloniens auf die Insel Titiwu flüchtet. Hier stoßen sie auf ein Ei, woraus nach dem Auftauen das Urmel schlüpft. Als die Behörden und der König Pumpoloniens davon erfahren, wollen sie das Urmel einfangen und zu Vorführzwecken aufs Festland bringen. Damit beginnt das Abenteuer. Das erste Viertel des Buches widmet sich der Einführung und hat dadurch nicht so viel Dynamik, was in dem restlichen Teil deutlich besser wird. Die Einführungssätze der jeweiligen Kapitel sind so gewählt, dass es die Neugier auf das Folgende gekonnt weckt.Bei den Protagonisten stehen vor allem der Professor und das Schwein Wutz Mittelpunkt der Geschichte, die eine harmonische Mischung ergeben. Die Nebenprotagonisten ergänzen die Handlung optimal und sorgen für ein angenehmes Facettenreichtum ohne zu überfordern.Wer Vorlesegeschichten mit einer angenehmen Spannung für junge Leser mag, wird hier fündig.Der Schreibstil ist sehr zielgruppengerecht, facettenreich, beschreibend und hat eine unterhaltsam-humorvolle Note. Vor allem Letzteres zeichnet sich u.a. durch die Sprachfehler Wawas und Schuschs aus, was beim Vorlesen besonders unterhaltsam ist.Einziger Minuspunkt: Als am Anfang das politische System auf dem Festland erklärt wird, tauchen abstrakte und erklärungsbedürftige Begriffe auf, die nirgends erklärt werden.Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.