»Rina Schmeller beschreibt in ihrem autofiktionalen Debüt, wie die Liebe schleichend zur Aufgabe wird: zur Lebensaufgabe und zur Selbstaufgabe. Wie sich die Erzählerin im Schatten seiner Sucht aufzulösen beginnt, bevor sie sich Schritt für Schritt aus der Co-Abhängigkeit befreit. Schmellers schonungslos präzise Analyse bricht eines der großen Tabus unserer Gesellschaft und entfaltet dabei eine fast poetische Kraft. « Silvia Feist, emotion
»Schmeller mag in diesem Text über ein bislang unterbelichtetes Thema auch eine Form von Selbsttherapie betreiben. Aber die Form, die sie dafür findet, beeindruckt. Co ist sorgfältig gebaut und ein intensives Leseerlebnis. ( ) Unbedingt kunstvoll an dieser bitteren, harten Geschichte des Scheiterns einer Liebe ist die Verdichtung. ( ) Dieses Buch kann ein Gewinn für Betroffene sein. « Thomas Andre, Hamburger Abendblatt
»Man denkt oft beim Lesen dieses Romans: Warum geht sie nicht? Warum kann sie die Kraft nicht aufbringen? Und diese Verstrickung, dieses Nicht-verstehen-Können, ist aus der Leser:innenperspektive spannend, aber auch frustrierend auf eine gute Art. (. . .) Der Roman weist weder Schuldige noch Opfer aus. Es geht vielmehr um die Komplexität einer solchen psychologischen Beziehung und das ist gut gemacht. (. . .) Schmeller gelingt eine ganz reduzierte Prosa, ein nahezu lakonischer Stil, der in einem unglaublichen Gegensatz zu dem steht, was die Erzählerin an Ungeheuerlichkeiten erfährt. Das funktioniert so gut. (. . .) Man wird in diese Beklommenheit, in diese Angst mit hineingewoben das ist sehr klug gemacht. « Marlen Hobrack, rbb radio3
»Die Sucht als dritte Instanz in einer Beziehung: Schmellers Erzählerin beginnt, um ihren Partner zu kreisen wie er um den Stoff. Sie organisiert, rettet, entschuldigt, relativiert, geht und kehrt zurück. Liebe und Selbstsabotage greifen ineinander. Der Ausstieg wird zur Voraussetzung für das eigene Überleben. Schmeller erzählt mit Klarheit und ruhigem Rhythmus. Ihre Sprache folgt der schleichenden Selbstaufgabe ebenso aufmerksam wie dem mühsamen Wiedergewinnen eines eigenen Ichs. « Barbara Seidl-Reutz, Buchkultur
»Wer einen biografischen , nicht theoretischen, konkret begreifbaren Zugang zur co-abhängigen Thematik sucht, erhält ihn bei Schmeller in einer besonderen Form wie nirgends anders. « Jens Flassbeck, co-abhaengig. de