Zum Buch: Es kommt ein Herbststurm auf die Insel Neuwerk zu. Einige Passagiere machen sich mit der Fähre auf den Weg dorthin, alle aus unterschiedlichen Gründen. Wie sich dann aber schnell herausstellt, hat jeder von ihnen Erinnerungen an eine Begebenheit, die sich vor dreißig Jahren dort ereignete. Zwei Teenager sind damals verschwunden. Was haben die Besucher gemeinsam? Eins ist sicher: sie werden es herausfinden, denn durch den Orkan kann niemand die Insel verlassen...
Meine Meinung: Die Geschichte baut sich langsam auf. Der Leser wird zuerst mit den Ereignissen von damals konfrontiert. Dann lernt man nach und nach die Charaktere kennen. Sie haben alle eines gemeinsam - sie waren damals dabei. Doch wer gibt schon gerne seine Geheimnisse preis? Und warum sind sie jetzt alle dort? Langsam findet man dann heraus, wie alle zusammenhängen und da bin ich wirklich oft überrascht worden!
Der Schreibstil ist faszinierend, Romy Fölck baut die Spannung subtil und langsam auf. Während die Orkanböen stärker werden, legt der Sturm auch die Geheimnisse frei. Denn jeder will wissen: was ist vor dreißig Jahren passiert? Das Setting spricht für sich, man hat die Szenerie vor dem inneren Auge beim Lesen! Ganz toll fand ich auch die Karte im Innenteil der Buchklappe!
Die Charakterzeichnung ist toll, jeder hat so einiges zu erzählen und manche Kapitel sind in der Rückblende des jeweiligen Charakters zu lesen. Und nicht jeder spielt mit offenen Karten...
Mein Fazit: Ein spannender Ausflug auf die Insel Neuwerk, da bekommt man richtig Lust, dort auch wieder einmal hinzufahren! Aber vielleicht nicht gerade, wenn die Herbststürme wüten! Ich empfehle diesen Thriller gerne weiter und vergebe hierfür die volle Punktzahl, da mich die Geschichte richtig abgeholt hat!