"Meine verletzte Seele sieht deine.¿Inhalt:Vanessa weiß, wie es sich anfühlt, auf der Suche zu sein. Und sie weiß vor allem, was ihr dabei hilft, sich nicht wieder zu verlieren: das Schreiben. Dieses Buch ist eine wunderschön gestaltete Sammlung sehr persönlicher und emotionaler Texte, die sich mit Themen wie Mental Health, Selbstwert, Depressionen, Liebe, Freundschaft, Gefühlen und vielem mehr beschäftigen. Jedes Wort ist authentisch und möchte einen sicheren Raum, einen safe space, erschaffen, der Leser:innen Halt und Verständnis vermitteln und sie vor allem daran erinnern soll, dass ihre Gefühle es verdienen, gehört zu werden.Meine Meinung:Diese Texte haben mein Herz. Denn sie sind voller Tiefgang, Schmerz und Realismus!Ich war wirklich sehr neugierig auf diese Gedanken und Gedichte, die sich schmerzhaft schön angehört haben. Jetzt, nachdem ich jeden einzelnen Text gelesen habe, weiß ich, dass die Autorin einfach ganz wundervoll schreiben kann und so werde ich das Buch auf jeden Fall auch immer und immer wieder empfehlen.Die Gestaltung ist für mich dabei auch ein totaler Hingucker. Auf den ersten Blick wirkt das Cover schlicht und zurückhaltend, aber genau das gefällt mir daran so gut. Die Schrift steht im Vordergrund, die Farben sind hell und alles wird perfekt durch die vielen Blumen ergänzt. Diese greifen sich zudem auch noch einmal in unterschiedlicher Art und Weise im Buch auf, was ich ebenfalls großartig finde.Aber auch die Illustrationen allgemein sind wirklich mehr als wunderschön zu betrachten und ein kleines Highlight, wenn man das Buch liest und so immer wieder neue Zeichnungen findet.Die Unterteilung in verschiedene Teile ist zudem sehr eingängig und gefiel mir gut, um eine Orientierung zu erhalten.Schön fand ich weiter, wie die Autorin Worte miteinander verwebt hat und so ganz einzigartige und tolle Texte erschaffen hat, die zum Nachdenken anregen, einen alles fühlen lassen und eben auch teilweise sehr schmerzhaft sind. Denn die Themen, die behandelt werden, sind es ebenfalls. Dennoch durchlebt man mit der Autorin einen Prozess und heilt dabei auch ein kleines Stück selbst.Ich konnte die Szenen, die sie beschrieben hat, viel zu oft verstehen, auch wenn ich sie nicht selbst erlebt habe. Aber das muss ich auch gar nicht, denn ich finde oftmals reicht es, sich auch einzufühlen. Und das tut wie im echten Leben eben auch weh. So beschönigt die Autorin nichts, sondern erzählt all ihre Gedanken, die sie gerade bewegen und beschäftigen.Eine kleine Sache, die mir jedoch aufgefallen ist: Es gab hier und da öfters einmal Wiederholungen, nicht theoretischer Natur, denn das ist natürlich klar, sondern eher sprachlich, sodass ich das Gefühl hatte, dass ich diesen Text so ähnlich bereits gerade gelesen habe. Aber das ist ja eventuell auch nur eine persönliche Sache und soll den Texten in nichts nachstehen.Insgesamt kann ich deshalb nur sagen, dass dieses Buch nicht superleicht ist, aber dennoch werde ich sicherlich lange daran zurückdenken und es nicht mehr so schnell vergessen. Denn es regt zum Nachdenken an, ist unglaublich realistisch und besonders, wenn man in seinen 20ern ist und viele Dinge ähnlich sieht und erlebt hat. Für mich eine große Leseempfehlung.