Quellenkundliche Untersuchungen zeigen, dass manchen Druckausgaben des 18. Jahrhunderts größerer Quellenwert einzuräumen ist als Mozarts Eigenschrift; viele Werke wurden nämlich vom Komponisten selbst für den Druck eingerichtet und dabei mit präzisen aufführungspraktischen Anweisungen zu Dynamik und Artikulation versehen. Besondere Sorgfalt verwendete er auf die langsamen Sätze, die in den Druckausgaben oft reich verziert sind. Dies alles und wieder zugänglich gewordene Quellen in Bibliotheken Osteuropas sind Grund genug, in der Wiener Urtext Edition Mozarts Sonaten neu herauszugeben. Neue Impulse für eine oftmals allzu eingefahrene Mozart-Interpretation vermitteln die aufführungspraktischen Hinweise des renommierten Mozart-Kenners Robert D. Levin. Besetzung:Klavier
For more than 200 years Mozart's piano sonatas have been part of every pianist's repertoire. Research done over the last few decades has made it possible, however, to establish more accurate dating and ordering of these works. Expert examination of the sources has shown that many printed editions from the 18th Century give more reliable detail than Mozart's autograph manuscripts; many of these works were prepared for publication by the composer himself and marked with precise indications for performance with regard to ornamentation, dynamics and articulation. All this, together with the rediscovery of sources that only became accessible again at the end of the 20th Century, gives reason enough to justify the publication of a new Wiener Urtext edition of Mozart's Piano Sonatas. Volume 1 contains the Sonatas K 279 to K 311, volume 2 the Sonatas K 330 to K 576. For Sonata K 284, variation XI in the final movement is given both in the version that appears in Mozart's autograph manuscript and in the version used in the first edition; in order to make the music easier to read, both versions are given in normal print size. Music that is clear and well laid out, with page turns in convenient places, makes this edition extremely user-friendly. Advice on performance by the renowned Mozart specialist Robert D. Levin provides fresh stimulus for what can otherwise too often become a rather tired interpretation. Instrumentation:piano Mozarts Klaviersonaten gehören seit mehr als 200 Jahren zum Repertoire eines jeden Klavierspielers. Forschungsarbeiten der letzten Jahrzehnte haben jedoch zu einer präziseren Datierung und Einordnung der Werke geführt. Quellenkundliche Untersuchungen zeigen nunmehr, dass manchen Druckausgaben des 18. Jahrhunderts größerer Quellenwert einzuräumen ist als Mozarts Eigenschrift; viele Werke wurden nämlich vom Komponisten selbst für den Druck eingerichtet und dabei mit präzisen aufführungspraktischen Anweisungen zur Dynamik und zur Artikulation versehen. Besondere Sorgfalt verwendete er auf die langsamen Sätze, die in den Druckausgaben oft reich verziert sind. Dies alles und wieder zugänglich gewordene Quellen sind Grund genug, in der Wiener Urtext Edition Mozarts Sonaten neu herauszugeben. Nach der bereits als Einzelausgabe erhältlichen Fantasie und Sonate in c-Moll folgt nun der zweite Band, der die Sonaten KV 330 bis KV 576 umfasst. Zusätzlich aufgenommen ist die zweisätzige Sonate KV 547a, die andernorts, wenn überhaupt, unter den Klavierstücken ein unverdientes Schattendasein fristet. In der Neuausgabe werden ferner die langsamen Sätze der Sonaten KV 332 und 457 erstmals in ihrer ursprünglichen wie in ihrer verzierten Form nebeneinandergestellt. Neue Impulse für eine oftmals allzu eingefahrene Mozart-Interpretation vermitteln die aufführungspraktischen Hinweise des renommierten Mozart-Kenners Robert D. Levin. Schwierigkeitsgrad: 2-5
Inhaltsverzeichnis
Sonate KV 330 - Sonate KV 331 - Sonate KV 332 - Sonate KV 333 - Fantasie und Sonate KV 475/457 - Sonate KV 533 - Sonate KV 545 - Sonate KV 570 - Sonate KV 576 - Sonate KV Anh. 135 / KV 547a