Witziger Einblick in die verstörende Welt des heutigen deutschen Adels
Wie soll man dieses Buch beschreiben? Ist es ein Drama, eine Liebesgeschichte, ein Krimi oder doch etwas anderes? Vielleicht ist es von allem etwas. Es geht um eine Groschenromanautorin, die ein Literaturstipendium bei einer deutschen Adelsfamilie bekommen hat und eine zeitlang auf deren Schloß wohnen darf. Dort lernt es die Familie kennen, wo jeder auf seine Art skurril ist, und zu der dann noch ein Rosenrüchter hinzustößt. Einen wirklich roten Faden hat die Geschichte für mich nicht. Es ist eher ein Einblick in die Adelswelt von heute, die noch viel an Traditionen festhält. Sicherlich ist der Blick sehr überspitzt, aber etwas Wahres wird schon dran sein. Mir hat gefallen, dass aufgezeigt wird, dass selbst die "Blaublüter" nichts anderes als normale Menschen sind, mit Wünschen, Sorgen und Problemen. Die Figuren sind allesamt skurril, aber dennoch symphatisch und liebenswert. Das Ende selber fand ich etwas komisch, aber hat dennoch gepasst. Und sorgte für ein "Happy End".Mein Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte, die mal ganz anders ist, als was man sonst so im literarischen Mainstream bekommt.