Musiklehrerin Annika wird zwangsversetzt von einer High Society Schule zu einer Brennpunktschule. Dort muss sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben konfrontiert sehen mit: Mobbing unter Schülern, häuslicher Gewalt an ihren Schülern, den unterschiedlichsten Nationalitäten und einer allgemein an Schule desinteressierten und für ihre persönliche Zukunft desillusionierten Klasse. "Mit uns Honks will eh keiner was zu tun haben" "Wir kommen hier eh nicht raus" "Wir sind vom Gettho/Gosse - da kann man nix machen"Privat lebt sie in einer 2er/4er - WG mit ihrer Freundin Nele und den zwei Nachbars"jungs" Kai und Sebastian. Letzterer bringt Annikas Herz durcheinander, aber da ist auch noch Tristan - der Ex-Klassenkamerad von Annika, in den sie schon ewig verknallt ist und jetzt ihr helfen soll bei einem Schulprojekt "Musical AG", um für die Schüler einen Preis zu gewinnen. Was eigentlich als Idee startete, damit Annika schnell wieder zurückkehren kann an ihre alte Schule, entpuppt sich als DAS Projekt, das ihr hilft zu erkennen, dass sie ihren Job als Lehrerin wirklich sehr liebt, auch wenn er täglich Herausforderungen bereit hält. Und sie erkennt, dass sie privates Glück benötigt, um diesen Schulalltag zu überstehen. Das Buch liest sich flüssig und ich habe es genossen, manchmal fand ich allerdings den "Konsum" von Essen und Tätigkeiten doch sehr überzogen und auch tatsächlich passend für die "high society", die sich halt keine Gedanken über Geld machen muss (Der Erdbeerkuchen! Der Dom) - aber vielleicht diente das auch wirklich um diesen krassen Unterschied zwischen dem reichen Lehrerkind und den armen Schülern zu zeigen. Botschaft:Manchmal schickt uns das Leben Herausforderungen, damit wir wachsen und erkennen, wo unsere wirkliche Aufgabe und unsere Talente liegen und was uns wirklich stolz macht. Wir erkennen, dass wir etwas in der Welt bewegen können, statt es uns mit einem guten Gehalt bequem zu machen.Es ist wichtig, den privaten Ausgleich zu haben - gerade WEIL man einen verantwortungsvollen und schwierigen Job hat. ***Denk niemals, dass deine Herkunft bestimmt, was du aus deinem Leben machen kannst. Niemals. Vielleicht schaffst du es nicht in die high society, aber du musst auch nicht im Sumpf bleiben.***Und manchmal braucht man für diese Erkenntnis einfach Menschen, die einem zutrauen, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, statt Opfer der eigenen Familienherkunft zu sein.