Warm und besser als band 1
Dieser zweite und abschließende Band der Rosefield Academy of Arts-Reihe hat mir spürbar besser gefallen als sein Vorgänger. Charlotte und Andrew sind ein Duo, das man schnell ins Herz schließt - nicht, weil ihre Geschichte völlig neu wäre, sondern weil sie in ihrer Gegensätzlichkeit gut funktioniert. Charlottes perfektionistische, ehrgeizige Art wirkt greifbar, manchmal fast schmerzhaft nachvollziehbar, während Andrew mit seiner rebellischen Leichtigkeit genau den Kontrast bildet, den die Geschichte braucht.Die Dates, der Deal, die unterschwellige Spannung - all das liest sich charmant und unterhaltsam. Besonders das Academy¿Setting hat mich wieder abgeholt: kreativ, leicht elitär, ein bisschen geheimnisvoll. Genau diese Atmosphäre trägt das Buch und macht es zu einer angenehmen Lektüre für zwischendurch.Trotzdem gab es Momente, in denen die Figuren nicht ganz konsistent wirkten. Vor allem Charlotte erschien je nach Perspektive unterschiedlich stark oder zurückhaltend, was mich gelegentlich aus dem Lesefluss gebracht hat. Auch einige Wiederholungen - vor allem rund um das "Wir könnten niemals..." - hätten für meinen Geschmack sparsamer eingesetzt werden dürfen.Aber: Die Dynamik zwischen den beiden stimmt. Die leisen Entwicklungen, die kleinen Gesten, Andrews Konflikt mit seinem Vater, Charlottes Kampf um ihren Platz - all das fügt sich zu einer runden, emotionalen Geschichte, die sich gut weglesen lässt und als Abschluss der Dilogie zufriedenstellt.Fazit: Ein lockerer, atmosphärischer Band mit liebenswerten Figuren und einem Setting, das Spaß macht. Kein Highlight, aber definitiv ein gelungener, angenehmer Abschluss der Reihe. 4 von 5 Sternen.