Unterhaltsame, charmante Lektüre
Catherine Duval hat einen charmanten Krimi geschrieben, der im wunderschönen Tal der Loire mit den vielen historischen Schlössern spielt. Der "Held wider Willen" ist Baron Philippe du Plessis, ein Privatermittler, von seinem Bruder verachtet, aber von seinem Onkel, der Schloss Cotignac besitzt, geliebt. Er ist ein echter Lebemann, der gutes Essen und schöne Frauen liebt. Ein echter Adeliger eben, dem nur seine "Angélique" zu fehlen scheint. Im Zuge seiner Ermittlungen um ein verschollenes Gemälde als auch einem geheimnisvollen Kästchen, das seiner Familie gehört, begegnet ihm aber die Kommissarin Charlotte Maigret, die seinem Frauenbild wirklich nicht entspricht, und die absolut immun gegenüber seinem Charme ist. Gemeinsam müssen sie nicht nur dem Diebstahl des Gemäldes, sondern auch einem Mord aufklären. Dabei bekleckert sich Philippe nicht immer mit Ruhm. Anfangs sind viel zu viele Klischees zu lesen, bis der Krimi dann doch an Fahrt aufnimmt und auch an Spannung gewinnt, Auch wenn die Leserschaft ziemlich bald den Täter errät, braucht es bei Philippe etwas länger, was aber amüsant zu lesen ist. Auch die Templer spielen bei den Ermittlungen eine wichtige Rolle, die allerdings ein bisschen an den Haaren herbeigezogen ist. Wer noch dazu einmal im Loiretal unterwegs war, schätzt auch die wundervollen Beschreibungen der Landschaft und der Städte wie Tours und Chinon und fühlt sich schnell heimisch.Das einzige was mich beim Lesen des E-books massiv gestört hat, war das pdf Format, das den Lesefluss massiv beeinträchtigt hat, daher nur drei Sterne.