Ticktack. Ticktack. Es gibt kaum einen Moment, in dem Dylan das zermürbende Ticken in seinem Kopf nicht hört. Wie getrieben hetzt er durch sein Leben, voller Angst, er könne etwas verpassen. Dabei müsste er das nicht - nicht mehr. Nachdem eine chronische Erkrankung fast sein ganzes Leben überschattete, hat er endlich ein Spenderherz erhalten. Trotzdem verhält er sich, als wären seine Stunden gezählt. Ticktack. Erst, als er einen mysteriösen Fremden trifft, hält Dylan inne. Er ahnt nicht, dass der schüchterne, verletzlich wirkende Mann ein Geheimnis hat. Ja, dass er nicht einmal ein Mensch ist ...Es ist schon eine Weile her, dass ich den ersten Band gelesen habe, umso gespannter war ich nun, wie das Thema um den personifizierten Tod umgesetzt wurde.Ich hatte Teile des ersten Bandes noch gut im Kopf und so habe ich mich in diesem Band teilweise fast ein bisschen gelangweilt. Die Handlung findet zeitgleich mit dem ersten Band statt und so doppeln sich Gespräche, die man sowieso schon aus Band 1 mehrfach gelesen hat. Durch den POV Wechsel gab es zwar neue Informationen, aber das hat es für mich nicht herausgerissen. Ich habe immer gewartet, dass endlich eine neue Handlung beginnt.Das Setting in San Francisco war dezent eingewoben und zusammen mit den Pride Days und der Golden Gate Brücke, hat es der Geschichte eine tolle Kulisse geboten.Das Thema Tod war im Buch der ständige Begleiter, aber meiner Meinung nach war es nicht bedrückend, obwohl es traurige Szenen im Buch gab.Dylan fand ich mit seinem gesundheitlichen Hintergrund interessant und Timothy als personifizierter Tod war eine tolle Abwechselung. Es war interessant ihn bei seiner Arbeit zu begleiten.Der Schreibstil hat mir gut gefallen, so konnte ich mir von der Stadt ein tolles Bild machen und auch wenn die Protagonisten kein ganz klares Bild in meinen Kopf entstehen ließen, habe ich dennoch eine Verbindung zu ihnen bekommen. Für mich ein toller zweiter Band, der ohne Kitsch, aber dafür mit einer dezenten Prise Romantik und Tiefgründigen Themen punktet.