Worum geht es?
Plötzlich sitzt ein fremder Mann auf Wandas Sofa und entpuppt sich als ihre leibhaftige Muse Neo. Eigentlich sollte sie ihn nicht sehen und nun sind die beiden aneinander gebunden und können sich nicht mehr voneinander entfernen. Währenddessen scheint die Welt ins Chaos zu stürzen.
Worum geht es wirklich?
Kunst, Mythologie und Schicksal.
Lesenswert?
Ja, auch wenn es mich nicht überzeugen konnte. Definitiv toll ist der Schreibstil von Malou Bichon, der poetisch und wunderschön ist. Sprachlich ist das Buch definitiv eine schöne Wahl. Auch das zauberhafte Cover überzeugt und die Themen und Vielfalt, denen sich Bichon annimmt. Künste und Musen, Künstlerdasein und Schaffenskrise sind eindrücklich dargestellt. Bichon schildert Menschen in ihrer Vielfältigkeit und auch abseits von Normbildern. Zudem eine schöne Umkehr des männlichen Künstlers und seiner weiblichen Muse. Funktioniert auch anders herum offenbar einwandfrei.
Leider gibt es auch Punkte die mich nicht überzeugt haben. Trotz der schönen Sprache konnte ich den Bildern teilweise nicht folgen und wurde nicht in das ganze eingesogen - wie ich persönlich es beim Lesen eigentlich sehr gerne habe.
Die vielen Namen (geschuldet dem Mythologie-Thema) haben mehrfach für Unübersichtlichkeit gesorgt und schlussendlich konnte ich dem Plot auch nicht ganz folgen. Die Beschreibungen der Orte zwischendrin sind gelungen, aber das ganze Zwischenmenschliche hat mich nicht gepackt oder berührt. Im mittleren Teil war es für mich ein wenig besser und logischer, wurde dann jedoch wieder unklarer und schlechter.
Ich würde definitiv noch ein Buch von Malou Bichon lesen wollen, weil mich die Sprache und Vielfalt überzeugen konnten. Diese konkrete Reihe werde ich jedoch nicht weiter verfolgen.
Trotzdem würde ich das Buch empfehlen, gerade wenn man sich mit Mythologie etwas besser auskennt oder viele Namen kein Problem darstellen.