Achtung! Es handelt sich um den 4. Teil einer Reihe! Diese Rezension enthält Spoiler, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.Inhalt:Lilly landet nach einer spontanen Zeitreise in Salem. Es ist eine gefährliche Zeit, denn die Hexenverfolgung steht bevor. Bei ihrer Landung ist sie auf sich allein gestellt, denn Damien und Collin sind nicht bei ihr. Dafür aber eine andere Person, die so gar nicht in diese Zeit gehört...Meine Meinung:Ich habe mich riesig auf diesen vierten Teil gefreut. Die Reihe gefällt mir bisher so sehr und der Cliffhanger am Ende von Band 3 war wirklich gemein. Die Handlung schließt hier nahtlos an den Vorgängerband an, sodass ich direkt wieder mittendrin war.Lilly, Collin und Damien müssen aus der Not heraus sehr schnell und spontan aus Schottland fliehen. Doch anstatt in die Gegenwart zurückzukehren, sich auf eine weitere Zeitreise vorzubereiten und dann weiterzuziehen, reisen sie direkt nach Salem. Schnell stellt sich heraus, dass das keine gute Idee war. Denn Lilly reist nicht allein. Im letzten Moment hält sich Martje an ihr fest und reist mit ihr durch die Zeit.Sie landen in Salem, mitten im Wald. Collin und Damien sind nicht bei ihnen und das macht es für die beiden Frauen umso gefährlicher. Es ist nicht üblich zu dieser Zeit, dass Frauen alleine, vollkommen ohne männliche Begleitung unterwegs sind. Außerdem ist Martje verletzt und hat natürlich so gar keine Ahnung, was hier passiert ist. Lilly muss sich also sehr schnell mit ziemlich vielen Problemen auseinandersetzen.Zu Beginn begegnen die Bewohner Salems Lilly, Margret, Collin und Damien mit großem Misstrauen. Lilly ist zum Glück erfahren genug, um einen halbwegs glaubwürdige Geschichte zu erfinden, doch es fällt ihr schwer, sich den Sitten der Zeit anzupassen. Da hätte ich mir von Lilly mehr Professionalität gewünscht. Schließlich reist sie nicht zum ersten Mal durch die Zeit. Ich verstehe, dass es ihr schwerfällt, ihre Meinung zurückzuhalten, aber um so wenig wie möglich aufzufallen, hätte es ihnen hier sehr geholfen. Lilly ist als Frau viel zu selbstbewusst für diese Zeit. Das erregt den Unmut vieler Bewohner.Es braucht ein bisschen, bis die Geschichte dann so richtig Fahrt aufnimmt. Ohne Vorbereitung fällt es auch Collin sichtlich schwer, seinen ursprünglichen Plan, nämlich die Kette zur Heilung aller Krankheiten zu finden, hier in die Tat umzusetzen. Sie wissen schlichtweg nicht, wo sie anfangen sollen. Je länger sie jedoch bleiben, desto gefährlicher wird es nicht nur für Lilly, denn ihre Geschichte wird irgendwann schlichtweg unglaubwürdig.Generell hat mir die Geschichte aber sehr viel Spaß gemacht. Mit vielen wohlwollenden Zufällen manovrieren sich Lilly und die anderen aus der einen oder anderen brenzlichen Lage. Immer wieder brechen sie einige der Regeln, die sie sich für Zeitreisen auferlegt haben. Und doch scheinen sie damit durchzukommen.Am Ende bleibt viel Potenzial für weitere Bände offen und ich hoffe sehr, dass doch nochmal weitergehen wird. Denn insbesondere das Ende bringt eine Wendung mit sich, die ich für sehr vielversprechend halte.