Wherever ist der fünte Teil der Dunbridge Academy Reihe von Sarah Sprinz und fügt sich optisch perfekt in die bisherigen Bände der Reihe ein und macht sofort deutlich: Wir kehren zurück an die Dunbridge Academy diesmal mit einer neuen Generation, die im Rahmen dieses Spin-offs im Fokus steht. In diesem Band begleiten wir Scarlett und George, deren Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt wird. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in ihre Gedankenwelt und versteht sowohl ihre Unsicherheiten als auch ihre Beweggründe. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen und konnte der Handlung aus beiden Sichtweisen problemlos folgen.
Scarlett trägt schwer an ihrer Vergangenheit. Die schwierige Situation zuhause, insbesondere mit ihrem Stiefvater, sowie Mitschüler, die es auf sie abgesehen haben, erklären, warum sie sich zurückzieht und strikt an Regeln festhält. Ihr Stipendium ist ihre Zukunft und sie weiß nur zu gut, wie schnell alles aus dem Gleichgewicht geraten kann. Ihre Albträume und Ängste machen sie zu einer verletzlichen, aber gleichzeitig sehr starken Protagonistin. George hingegen tritt zunächst als überheblicher Besserwisser auf, der mit seinen Lateinzitaten Scarlett regelmäßig auf die Palme bringt. Doch schnell merkt man, dass hinter der Fassade mehr steckt. Besonders spannend fand ich das Geheimnis, das er vor allen verbirgt hier hat die Geschichte für mich nochmal deutlich an Tiefe gewonnen. Und eigentlich merkt man von Anfang an, dass er längst mehr für Scarlett empfindet. Ganz nach dem Motto: Was sich neckt, das liebt sich. Die Dynamik zwischen den beiden ist süß, charmant und stellenweise sehr intensiv. Zwischen Wortgefechten und leisen Momenten in der Bibliothek entwickelt sich ihre Beziehung glaubwürdig und berührend. Gegen Ende wurde es nochmal richtig spannend, was mir besonders gut gefallen hat. Schön fand ich außerdem, dass bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden nochmal auftauchen das sorgt für ein vertrautes Gefühl und verbindet die Generationen gelungen miteinander.
Der gewohnt lockere und flüssige Schreibstil macht das Lesen sehr angenehm. Insgesamt ein gelungener Auftakt der neuen Generation, der neugierig auf die kommenden Bände macht. Besonders freue ich mich darauf, die Mädels weiterhin als starkes Team zu begleiten und zu sehen, wie sich ihre eigenen Liebesgeschichten entwickeln.