Das Schlimmste, was einem Verlag und den Lesern passieren kann ist, wenn der Autor stirbt und sein Buch nicht mehr beenden kann. Darum geht es in diesem Buch, aber hier ist das Gute, dass auch die Tochter von Frank Sheridan, Ciara Shediran, Autorin ist. Zwar in einem anderen Genre, aber sie ist mit den Geschichten ihres Vaters groß geworden und kennt die Welt so gut wie kein anderer.Da passt es ihr natürlich gar nicht, dass ihr Lektor Sam auf einmal vor der Tür steht und ihr beim Schreiben helfen soll. Zudem hat er auch noch ganz andere Ideen für den letzten Band der Geschichte als sie. Da ist Ärger vorprogrammiert und dass die beiden einen komplett unterschiedlichen Schlaf- und Arbeitsrhythmus haben, macht das Ganze nicht einfacher. Nach einiger Zeit arrangieren sie sich: Ciara schreibt nachts, schickt Sam die fertigen Kapitel und er liest sie sich tagsüber durch. Es gilt strickte Geheimhaltung darüber, ob und wenn ja wer die Reihe zu Ende schreiben wird. Doch irgendwie kommt es ans Licht und Ciara, Sam und der Verlag stehen vor schwierigen Entscheidungen. Mich hat die Geschichte von der ersten Minute an begeistert und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Dynamik zwischen Ciara und Sam hat das ganze sehr aufregend gemacht und die Dialoge zwischen den beiden haben mich nicht selten zum Lachen gebracht. Trotzdem gibt es auch tiefgründige Momente, vor allem wenn es um ihren Vater geht. Manchmal hätte ich mir noch etwas mehr Einsicht in Ciaras Gedanken und Gefühle gewünscht. Man merkt zwar, dass sie ihren Vater sehr geliebt hat und ihn vermisst, aber die Gefühle aus ihrer Kindheit werden nur angeschnitten. Ich finde beide Charaktere sehr toll und es ist eine tolle RomCom für zwischendurch. Der Schreibstil ist locker und flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Es war mein erstes, aber definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin.