Ich habe den ersten Band Die Debütantin regelrecht verschlungen und sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet. Umso mehr habe ich mich gefreut, endlich wieder in die Welt von Aurelia und Jules eintauchen zu können. Und was soll ich sagen? Das Warten hat sich definitiv gelohnt! Die Novizin ist für mich eine würdige Fortsetzung, die mich wieder wunderbar unterhalten hat. Da die Geschichte direkt an die Ereignisse des ersten Bandes anknüpft, würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Auch diesmal begleiten wir Aurelia und Jules auf ihrem Abenteuer. Nachdem sie im letzten Band den Zirkel der ungebundenen Hexen erfolgreich aufhalten konnten, ist die Gefahr leider noch lange nicht gebannt. Den Hexen ist die Flucht aus dem Gefängnis gelungen und natürlich haben sie Aurelia und ihre besondere Magie noch immer im Visier. Es dauert also nicht lange, bis die beiden wieder mitten im Geschehen stecken.
Annaliese Avery hat hier wieder eine richtig tolle Geschichte geschrieben. Aurelia und Jules sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich liebe ihre Wortgefechte einfach! Die beiden schenken sich nichts und ihre schlagfertigen Dialoge haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Genau diese Mischung aus Humor, Spannung und der besonderen Dynamik zwischen den beiden macht für mich einen großen Teil des Charmes der Reihe aus.
Auch die Handlung konnte mich überzeugen. Die Suche nach dem verschwundenen Viertel und die Bemühungen, einen eigenen Hexenzirkel zu gründen, sorgen für einen schönen Spannungsbogen und geben der Geschichte zusätzliche Tiefe. Es passiert genug, um mich bei der Stange zu halten, ohne dass die Handlung überladen wirkt. Besonders schön fand ich außerdem, dass auch die Nebencharaktere gut ausgearbeitet sind und ihren Teil zur Geschichte beitragen. Sie wirken nicht einfach nur wie schmückendes Beiwerk, sondern machen die Welt lebendig und sorgen für die passende Atmosphäre.
Ein weiteres Detail, das mir richtig gut gefällt, ist die Gliederung des Buches. Die einzelnen Abschnitte sind nach bekannten Hexenfeiertagen wie Beltane benannt, was wunderbar zur magischen Welt passt. Außerdem begegnet uns wieder der magische Leitfaden für Novizinnen und Novizen, der mich bereits im ersten Band herrlich amüsiert hat. Ich mag solche kleinen Details, die einer Geschichte ihren ganz eigenen Charme verleihen.
Während der Cliffhanger im ersten Band noch vergleichsweise sanft war, merkt man diesemal schon, dass der Spannungsbogen hoch gehalten wird und das Ende von Teil 2 macht definitiv Lust auf mehr. Ich hätte am liebsten direkt weitergelesen und freue mich jetzt schon auf den nächsten Band!
Fazit:
Die Novizinist für mich eine rundum gelungene Fortsetzung mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Handlung und jeder Menge humorvoller Wortgefechte. Wer schon Die Debütantin mochte, wird sich hier schnell wieder wohlfühlen. Für mich hat die Reihe ihren Charme definitiv behalten und ich bin gespannt, welche Abenteuer Aurelia und Jules als Nächstes erwarten.