Remington Byrne ist Baltimores Wächter und sorgt für Ordnung und Schutz der Menschheit vor den dunklen Mächten Andersartiger. Trotz vieler Jahre Erfahrungen in seinem Job hat er aber nicht mit jemanden wie Raine Stone gerechnet. Sie ist eine Frau, die ein tödliches Biest in sich trägt und alles andere als respektvoll ihm gegenüber ist.
Gemeinsam schmieden sie einen Pakt, bei dem es letzten Endes um nichts weniger als die Rettung der Welt geht. Die Spannung zwischen ihr und Remi ist greifbar und geschmiedet aus einer explosiven Mischung aus Misstrauen, widerwilliger Bewunderung und einer unterschwelligen Anziehung, die das Potenzial hat, alles zu verändern.
Meine Meinung:
Das Cover des Romans ist mit seinen wunderschönen Farben ein visuelles Fest und der Name der Autorin ist ein Qualitätssiegel für alle, die auf gute Urban Fantasy stehen. Genau das war meine Erwartung und ich wurde nicht enttäuscht.
Die parallelen Welten, die Jeanine Frost in ihrem neuen Roman neben unserer Realität geschaffen hat, sind so lebendig und detailliert gestaltet, dass sie fast zum Greifen nah erscheinen. Jede dieser Sphären hat ihren ganz eigenen Charme, als wäre sie mit viel Liebe und Kreativität geformt. Hier spürt man, dass die Autorin ihr Handwerk versteht.
Die Hauptcharaktere haben eine interessante Dynamik und ihre Interaktionen heben sich durch eine meisterhafte Balance zwischen Action und emotionaler Tiefe ab. Bei Jeanine Frosts Werk verlaufen die Grenzen von Gut und Böse fließend. Ist das Böse tolerierbar, wenn es für einen direkten oder indirekten guten Zweck genutzt wird? Raines Zerrissenheit ist auch gleichzeitig ihre Stärke. Sie nimmt uns mit in einen moralischen Konflikt und beweist dabei, dass man beide Seiten in sich haben kann und, dass es lediglich wichtig ist, wie ich mit ihnen umgehe.
Auch Remington Byrne ist kein klassischer Held, sondern im Rahmen seiner Aufgabe gezwungen, Dinge zu tun, die man nicht unbedingt als gut bezeichnen kann. Seine starren Prinzipien werden durch Raine herausgefordert, die mit ihrer ungebändigten Energie und ihrem scharfen Verstand für sein ganz persönliches Chaos sorgt.
Fazit:
Beautiful and beastly - Verliebt in die Dunkelheit von Jeanine Frost ist mehr als nur eine weitere Monsterjagd. Es ist eine Hymne an die Ambivalenz des Menschseins, an die Frage, wie weit man gehen würde, um das Richtige zu tun, selbst wenn es bedeutet, mit dem zu paktieren, das man am meisten fürchtet. Ein Muss für Fans von guter Urban Romantasy.