The Brave and the Reckless hat mich mitten ins Herz getroffen. Diese sture, lebensfrohe junge Frau und ihr unverschämt heißer Cowboy haben mich von Anfang an abgeholt. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen.
Esra läuft vor ihrer Vergangenheit, ihrem überbehüteten Leben, und den Erwartungen ihrer Eltern davon und geradeaus in das Leben ihres Bruders in Bravetown, einem Western-Vergnügungspark, und mitten in dessen besten Freund Noah hinein. Den sie, ganz nebenbei bemerkt, direkt so überhaupt nicht leiden kann. Was auf Gegenseitigkeit beruht.
Eigentlich mit der Erwartung dort eine Anstellung als Eisverkäuferin zu ergattern, findet sich Esra unversehens als die neue Pretty Annie Lou wieder. Eine junge Frau, die fast täglich von dem Banditen Ace Ryder auf seinem Pferd entführt wird.
Und auf einmal müssen Esra und Noah mehrere Stunden am Tag miteinander arbeiten und auftreten.
Was für ein Spaß! Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Es hat diese gewisse Mischung aus RomCom und Ernsthaftigkeit, das es einfach besonders macht.
Ich musste beim Lesen immer wieder so dermaßen Lachen, weil die Streiche, welche die beiden sich liefern immer wieder nur Kopfschütteln hervorrufen und so herrlich kindisch sind. Esra ist absolut nicht auf den Mund gefallen und Noah viel zu schüchtern und empfänglich für ihre Sticheleien. Und dabei wirft dieser Cowboy jegliche Scheu und Schüchternheit von Bord, sobald er Ace Ryders Maske über Mund und Nase zieht. Und sobald er mit Esra allein ist. Der Spice ist nicht von dieser Welt und schlichtweg überraschend. Noah ist manchmal ein Widerspruch in sich und ich liebe es, dass ausgerechnet Esra diejenige ist, die ihn dazu bringt sich gehen zu lassen.
Die Charakterentwicklung der beiden gefällt mir wahnsinnig gut. Die Krankheit von Esra ist gut ausgearbeitet und fügt sich nahtlos und plausibel in die Geschichte ein.
Was mein Herz ebenfalls sofort hat höher schlagen lassen, war diese unfassbar tolle found Family in dieser Geschichte. Und natürlich der Vergnügungspark an sich. Diese künstlich erschaffene Stadt ist mega beschrieben und aufgebaut. Ich möchte am liebsten selbst mal dort einchecken.
Der Schreibstil ist mitreißend und nahezu ohne Fehler im Text. Es war regelrecht eine Freude dieses Buch zu lesen.
Ein kleines Manko bzw ein kleiner Funfact? Entweder wurde Esras Nachname (Esra Tanner) in der vorderen Klappe falsch geschrieben oder durch das ganze Buch hinweg falsch abgedruckt (Esra Taner). Ich glaube an ersteres. Außerdem finde ich die Charakterbilder in der Klappe nicht sonderlich passend, wenn man z. B. Esras Herkunft bedenkt und darauf achtet, wie ihre Haut beschrieben wird. Da sind diese Fotos eher hinderlich und kontraproduktiv.
Fazit:
Ich kann The Brave and the Reckless nur jedem ans Herz legen, der etwas für Cowboys und Pferde übrig hat, aber auch etwas medizinischen Einblick möchte, sei es bezüglich einer chronischen Erkrankung oder in Hinblick auf Therapie mit Pferden. Es hat mir in allen Belangen richtig gut gefallen!